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Let's save our blue planet by saving the ocean. Every little step counts.

Hai der Woche: Leoparden-Epaulettenhai — 14. May 2018

Hai der Woche: Leoparden-Epaulettenhai

Epaulettenhaie sind niedlich, können laufen und sehen alle auf den ersten Blich ziemlich ähnlich aus. Wenn man sich aber die Zeit nimmt, sich diese Markierungen näher anzuschauen, kann man Unterschiede finden. So tat es der amerikanische Meeresbiologe und Autor Scott W. Michael, und er entdeckte, dass auf manchen Bildern und Beispielen des normalen Freycinets Epaulettenhaies der Hai nicht solche großen und wohldefinierten Flecken haben sollte, die bemerkenswert wie die eines Leoparden aussehen. Er informierte seinen Kollegen Gerald Allen, und so wurde nach genetischen Tests im Jahr 2010 eine neue Art der Gattung Hemiscyllium von der Küste (der Milne-Bay-Provinz) des östlichen Papua-Neuguinea  nach ihm benannt: der Leoparden-Epaulettenhai oder Milne-Bay-Epaulettenhai (Hemiscyllium michaeli).

Milne Bay epaulette shark (Hemiscyllium michaeli) (C) Scott W. Michael 2008

Wie die Mehrheit der anderen 8 Arten dieser Gattung der Art Hemiscylliidae (Bambushaie oder Lippenhaie) ist auch der bis zu 69,5 cm lange Milne-Bay-Epaulettenhai als potenziell gefährdet eingestuft, aufgrund seines kleinen Lebensraumes in flachen Korallenriffen vor der Küste, die Probleme mit Überhitzung, Überfischung und zerstörerischen Fischfang-Techniken wie Dynamitfischen haben. Zusätzlich leidet er stark unter der Zerstörung seinen Lebensraumes durch Verschmutzung, Vergiftung und Verschlammung von früherem Goldbergbau in der Region (Zyanit-Vergiftung, Wasserabfluss und direkte Einbringung von Abfällen) und von fortgesetztem Holzabbau und Palmöl-Plantagen. Die Herstellung und Nutzung von Palmöl gefährdet nicht nur unsere Luft, unser Erdreich, unsere Flora und Fauna, unsere Gesundheit und unsere Atmosphäre, sondern auch unsere Ozeane.

Quellen: hier, hier und hier

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Hai der Woche: Breitflossenhai — 19. February 2018

Hai der Woche: Breitflossenhai

Eine andere Art von Requiemhaien ist der Breitflossenhai (Lamiopsis temminckii). Ausschließlich in flachen Gewässern vor Indien, China und Südostasien lebend, leidet er erheblich unter der Zerstörung seines Lebensraumes, Überfischung und Wasserverschmutzung. Das IUCN sieht diese Art als gefährdet an.

Breitflossenhai (Lamiopsis temminckii) aus der Erstbeschreibung von Müller & Henle
Lamiopsis temminckii by Müller & Henle – Systematische Beschreibung der Plagiostomen pl. 18, Gemeinfrei, Link

Wie fast alle anderen Requiemhaie ist der Breitflossenhai vivipar. 4 bis 8 Embryos ernähren sich zuerst von Dotter und später durch eine Plazentaverbindung. Nach etwa 8 Monaten werden sie mit einer Länge von 40 bis 60 cm geboren. Maximallänge ist 1,70 m.

Quellen: hier und hier

National Geographic: study about plastic waste| Studie über Plastik-Abfall — 7. October 2017

National Geographic: study about plastic waste| Studie über Plastik-Abfall

Mass production of plastics, which began just six decades ago, has accelerated so rapidly that it has created 8.3 billion metric tons … 6.3 billion metric tons has become plastic waste. (Half of all plastic manufactured becomes trash in less than a year)… Of that, only nine percent has been recycled.

via http://news.nationalgeographic.com/2017/07/plastic-produced-recycling-waste-ocean-trash-debris-environment/

And this recycling can make matters even worse: In China fleece are made of disposable water bottles from Germany (as part of the recycling quota) and sold back to Germany, where they pollute the waste water and lastly the sea with micro fibers (microbeads) due to cleaning and still end up as waste, but already broken down in small particles (instead of after 450 years like the original water bottle).
Waste minimisation instead of recycling, I say!


Die Massenproduktion von Kunststoff, die erst vor 6 Jahrzehnten begann, hat sich so rasant beschleunigt, dass sie 8,3 Milliarden metrische Tonnen erschaffen hat… 6,3 Milliarden metrische Tonnen davon sind zu Müll geworden (Die Hälfte alles hergestellten Kunststoffs wird innerhalb von weniger als einem Jahr zu Abfall)…Davon sind nur 9 Prozent recycled worden.

via http://news.nationalgeographic.com/2017/07/plastic-produced-recycling-waste-ocean-trash-debris-environment/

Und dieses Recycling kann alles noch schlimmer machen: In China werden aus Einweg-Wasserflaschen aus Deutschland (als Teil der Recycling-Quote) Fleece hergestellt und wieder nach Deutschland zurück verkauft, wo sie das Abwasser und letztlich das Meer mit Mikro-Fasern (Mikroplastik) beim Waschen verschmutzen und doch wieder als Abfall enden, aber schon in kleine Teilchen zersetzt (anstatt nach 450 Jahren wie die originale Wasserflasche).
Müllvermeidung anstelle von Recycling, sage ich!

Hai der Woche: Weißspitzen-Riffhai — 26. June 2017

Hai der Woche: Weißspitzen-Riffhai

Noch ein Fall von mysteriöser Namensgebung ist der Weißspitzen-Riffhai (Triaenodon obesus). Nicht der deutsche Name, der ziemlich passend ist wegen seiner weißen Spitzen an den Rücken- und Schwanzflossen und seines ausschließlichen Lebensraums, sondern der Lateinische Name ist unwahr: dieser schlanke Hai ist alles andere als fettleibig (obese). Ganz im Gegenteil, als nächtlicher Jäger kann er Beute durch Elektro-Rezeption (durch Nutzung seiner Lorenzinischen Ampullen) und Geruch (mittels einmaliger röhrenförmiger Nasenlappen) erkennen und folgt ihr in ihre Ruhe-Spalten (gut angepasst an diese Jagdweise durch seine robuste Haut, schnittigen Körperbau, kurze abgerundete Schnauze und Wülsten zum Schutz der Augen), und einige Haie “winden sich tatsächlich in ein Loch auf einer Seite des Korallenriffs und kommen durch eine Öffnung an der anderen Seite wieder heraus”.

Three gray sharks lying beside each other on the sea bottom.
By Dorothy from USA – sharks, CC BY 2.0, Link

Der Wießspitzen-Riffhai ist gesellig (jagt manchmal sogar in Gruppen) und kann tagsüber auf dem Boden oder in Höhlen in Gruppen ruhend gesehen werden. Er braucht nicht zu schwimmen wie andere Requiemhaie, um zu atmen. Nicht zu verwechseln mit dem anderen Weißspitzen-Requiemhai (dem Weißspitzen-Hochseehai), ist der kleinere Weißspitzen-Riffhai (bis zu 1,7 m lang) für den Menschen nicht gefährlich. Leider hat er als opportunistischer Esser gelernt, die Geräusche von Booten und Speerfischen mit Futter zu assoziieren – der neugierige Hai wird dreist und aufgeregt und beißt manchmal beim Versuch, den Fisch zu stehlen.

Wie alle Requiemhaie ist der Weißspitzen-Riffhai ovovivipar: alle 2 Jahre werden 2-3 lebende Junge von 52 bis 60 cm Länge geboren. Es gibt einen Fall von Parthenogenese (asexuelle Vermehrung) bei Weißspitzen-Riffhaien. Sie wachsen langsam, werden mit ungefähr 1,05 m erwachsen und leben bis zu 25 Jahre.

Weißspitzen-Riffhaie leben in Korallenriffen überall auf der Welt. Sie sind Stubenhocker und berühmt für ihre Standort-Treue. Das bedeutet, dass Gefahren für ihr Korallenriff durch Klimawandel, Überhitzung und Verschmutzung auch einen großen Einfluss auf die Haibestände haben, zusätzlich zum Kommerziellen und Freizeit-Fischfang. Sie werden durch die IUCN als potentiell gefährdet angesehen. Schutzmaßnahmen wie Meeresschutzgebiete scheinen zu helfen, aber nur, wenn sie total den Zugang verbieten. Beim Great Barrier Reef wurden die Bestände von Weißspitz-Riffhaien in Fischerei-Gebieten um 80% gegenüber gesperrten Zonen dezimiert. Jedoch sind die Bestände in Fischerei-Verbotszonen, wo Boote erlaubt aber Fischerei verboten sind, genauso sehr wie in Fischerei-Gebieten ausgebeutet worden, höchstwahrscheinlich wegen Wilderei (IUU). Demografische Modelle deuten an, dass diese dezimierten Bestände ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen weiterhin um 6,6–8,3% jährlich sinken werden.

Quellen: hier, hier und hier

Greenpeace about microbeads | Greenpeace über Mikroperlen — 23. July 2016

Greenpeace about microbeads | Greenpeace über Mikroperlen

Did you know that microbeads are used in cosmetics not only to exfoliate (which I can comprehend, even if they should use other, natural particles), but also simply for color and texture? Manufacturers seem to think that customers like their liquid soap, shower gel or shampoo smooth and thick (viscid), even if it has got no cleaning benefit and only environmental drawbacks. We use a special, ph-neutral liquid soap together with a reusable foam soap dispenser and it works fabulously. Sadly, my daughter likes glitter in her pink shower gel (girls 😉 ), I don’t know how to make that myself.

Greenpeace addresses the problem of microplastic in cosmetics here more detailed than I did and also describes the loopholes manufacturers use to deceive us. Unfortunately, the mentioned guide to avoid cosmetics in question seems to work only in UK and Australia.


Wusstest Du, dass Mikroperlen in Kosmetik nicht nur zum Peelen benutzt werden (was ich nachvollziehen kann, auch wenn sie andere, natürliche Partikel benutzen sollten), sondern auch einfach für die Farbgebung und Textur? Die Hersteller scheinen zu denken, dass der Kunde seine Flüssigseife, Duschgel oder Shampoo glatt und zähflüssig mag, auch wenn das keinerlei Reinigungs-Nutzen sondern nur Umwelt-Nachteile hat. Wir nutzen eine spezielle, ph-neutrale Flüssigseife zusammen mit einem nachfüllbaren Schaum-Seifenspender und es geht wunderbar. Leider mag meine Tochter Glitter in ihrem pinken Duschgel (Mädchen 😉 ), Ich weiß nicht, wie ich das selbst machen kann.

Greenpeace spricht das Problem von Mikroplastik in Kosmetikprodukten hier detaillierter an als ich es getan habe, und beschreibt auch die Hintertürchen, die die Hersteller nutzen um uns zu täuschen. Hier auch etwas dazu auf Deutsch. Bedauerlicherweise scheint der erwähnte Leitfaden zum Vermeiden von fragwürdiger Kosmetik nur in Großbritannien und Australien zu gelten.

Sources of Ocean’s Plastic Waste | Quellen der Meeres-Vermüllung — 18. December 2015

Sources of Ocean’s Plastic Waste | Quellen der Meeres-Vermüllung

Over half of the material leaked into the ocean comes from China, Indonesia, Philippines, Vietnam, and Thailand (Source). But that doesn’t mean that we others can slack off in our efforts to prevent plastic waste in the oceans – every step counts.


China, Indonesien, Vietnam, Thailand und die Philippinen sind die Quelle von mehr als der Hälfte des Plastikmülls in den Weltmeeren (Quelle). Das heißt jedoch nicht, dass wir anderen in unsere Anstrengungen, Kunststoff-Müll in den Meeren zu vermeiden, nachlässig werden dürfen – jeder Schritt zählt.

 

How Ocean Pollution Affects Humans | Wie die Verschmutzung der Meere den Menschen schadet — 17. December 2015
How Boyan Slat tests automatic ocean-plastic-cleanup | So testet Boyan Slat die vollautomatische Plastikbefreiung der Weltmeere — 16. December 2015
The fish farm of the future – interactive | Die Fischfarm der Zukunft – Interaktiv | The Guardian — 5. November 2015
ökologischer Landbau kann die Welt ernähren — 6. October 2015

ökologischer Landbau kann die Welt ernähren

Es ist Allgemeingut, dass konventioneller Landbau viel zum Klimawandel beiträgt. Weniger Verschmutzungen durch Dünger, erhebliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen und verringerte Transporte von Zutaten, Verpackungen und Nahrungmitteln weisen darauf hin, dass lokale nachhaltige Ernährungssysteme der Landbau der Zukunft sein sollten, anstatt unsere Fehler auch in Entwicklungsländer in Lateinamerika oder Afrika zu exportieren.

Aber es wurde oft behauptet, dass ökologischer Landbau nicht soviel Nahrung wie konventioneller Landbau einbringen kann und deshalb keine brauchbare Alternative darstellt, wenn wir die Welt ernähren wollen.

Aber das stimmt nicht: Forscher der Universität von Michigan fanden heraus, dass es möglich ist, durch Bio-Ackerbau in Industrieländern fast genauso viel und in Entwicklungsländern bis zu dreimal mehr Ertrag zu haben wie durch konventionellen Landbau.

Quelle: Organic Farming Can Feed The World, Says Study.