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ideas.ted.com: Vertical ocean farms that can feed us and help our seas| Vertikale Meeresfarmen, die uns ernähren können und unseren Meeren helfen — 30. July 2017

ideas.ted.com: Vertical ocean farms that can feed us and help our seas| Vertikale Meeresfarmen, die uns ernähren können und unseren Meeren helfen

Bren Smith wants to create thousands of decent jobs, transform how we harvest food from the oceans, and blunt the effects of climate change and marine degradation — all at the same time. His big idea: small-scale marine farms.

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Bren Smith will tausende von ehrlichen Jobs schaffen, verändern wie wir Nahrung aus dem Meer holen, und die Effekte von Klimawandel und Meereszerstörung abmildern- alles zur gleichen Zeit. Seine große Idee: kleine Meeres-Farmen.

Siehe Vertical ocean farms that can feed us and help our seas — ideas.ted.com

Hai der Woche: Borneohai — 24. July 2017

Hai der Woche: Borneohai

Eine Haiart, die von der IUCN als gefährdet angesehen wurde, war möglicherweise fast ausgestorben, weil sie seit 1937 nicht mehr registriert wurde und nur 5 bestätigte Exemplare bekannt waren. Aber im Jahr 2004 wurden mehrere Exemplare des Borneohais (Carcharhinus borneensis) von Wissenschaftlern auf Fischmärkten wiedergefunden (genauso wie der Indonesische Teppichhai), was bisher nie dagewesene Bilder ermöglichte, wie Farbbilder (von frischen Exemplaren anstelle von konservierten) oder Bilder ihrer vergrößerten Dentikel.

Denticles c borneensis.png
Denticles borneo shark – By William Toby White i Pieter Last – White, W.T.; Last, P.R.; Lim, A.P.K.. Rediscovery of the rare and endangered Borneo Shark Carcharhinus borneensis (Bleeker, 1858) (Carcharhiniformes: Carcharhinidae), 2010. CSIRO Marine and Atmospheric Research, CC BY 3.0, Link

Der Borneohai hat einen schlanken Körper mit einer langen, spitzen Schnauze, eher großen runden Augen mit einer Nickhaut (einem dritten, transparenten Augenlid) und schrägen, schlitzartigen Nasenlöchern. Einmalig ist die Reihe von vergrößerten Poren über ihren Mundwinkeln. Wie viele Requiemhaie ist er vivipar mit bis zu 6 Embryonen, die durch die Mutter per Plazenta-Verbindung aus dem entleerten Dottersack versorgt und lebend mit einer Länge von 24 bis 28 cm geboren werden. Mit rund 55 bis 58 cm (Männchen) und 61 bis 65 cm (Weibchen) erwachsen werdend, ist der Borneohai ein eher kleiner Hai (das größte bekannte Exemplar misst 65 cm Länge).

Früher lebte der Borneohai in flachen Küstengewässern des Indo-Westpazifik vor Borneo, China und eventuell Java. Heute lebt er möglicherweise ausschließlich in der Mündung des Flusses Mukah in Malaysia, wo er wegen des hohen Fischerei-Druckes in großer Gefahr schwebt.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Pazifischer Engel — 1. May 2017

Hai der Woche: Pazifischer Engel

Du weißt, dass die meisten Haie zur Geburt ihrer Jungen ein spezielles Gebiet (Kinderstube) aufsuchen, um sie zu schützen. Meist ist es eine flache Bucht oder eine Flussmündung, manchmal sogar ein Fluss, aber der Pazifische Engelhai (Squatina californica) macht das genaue Gegenteil: normalerweise in flachen Ebenen oder felsigen Riffen so flach wie 3 m lebend, wandern weibliche Pazifische Engelhaie bis in Tiefen von 55 bis 90 m, um ihre 1 bis 13 Jungen lebend zur Welt zur bringen (deren Anzahl nicht vom Alter der Mutter abhängt, anders als bei anderen Haien). Aber das ist nicht die einzige Eigentümlichkeit dieser Art.

Squatina californica.jpg
Squatina californica by Tony Chess/NOAA SWFSC (Public Domain)

Pazifische Engelhaie sind bis zu 1,5 m große Haie, die in Pazifischen Küstengewässern von Alaska bis Chile in genetisch getrennten Unterpopulationen leben (möglicherweise sogar in verschiedenen Arten wie dem Dornrücken-Engelhai (Squatina armata) vor Chile). Wie alle anderen Engelhaie haben sie einen abgeflachten Körper mit vergrößerten Brust- und Bauchflossen und sind ovovivipar (die Jungen schlüpfen im Mutterleib). Der Embryo hat zuerst einen externen Dottersack, aber der beginnt zu schrumpfen während der Dotter in einen internen Dottersack transferiert wird. Der Embryo ernährt sich von diesem Dotter bis er vollständig resorbiert ist (wenn das Junge vorfristig geboren wird, frisst er nichts anderes bis alles weg ist). Nach 10 monatiger Tragzeit mit einer Länge von 23 cm geboren, werden Pazifische Engel mit 90 bis 100 cm erwachsen (beide Geschlechter, anders als bei anderen Haien). Mit welchem Alter ist unbekannt, weil, anders als in anderen Haien, ihre Wirbel-Wachstumsringe (analog zu Jahresringen bei Bäumen) nicht ihr Alter sondern nur ihre Größe anzeigen (und damit ihren Erfolg bei der Nahrungssuche). Das macht Altersbestimmung schwierig. Aber Tagging und wieder Einfangen deuten an, dass sie relativ langsam wachsen (Erwachsene ungefähr 2 cm im Jahr) und das Erwachsenwerden erst spät im Leben passiert, sie dadurch also eine mäßige Fruchtbarkeit haben.

Als Lauerjäger graben sich Pazifische Engelhaie in den Sand in der Nähe von felsigen Riffen ein, aufwärts schauend, um die Umrisse der Beute besser gegen das Sonnenlicht sehen zu können, und liegen still am Boden. Sie erscheinen träge, aber Hochgeschwindigkeits-Filmaufnahmen haben gezeigt, dass ihre “Angriffsschläge unvermittelt und dramatisch sind: in einer Zehntelsekunde schnappt die vordere Hälfte des Haikörpers um 90° vom Boden nach oben, der Bärenfallen-artige Kiefer springt auffallend vom Kopf hervor und schnappt mit vernehmbarem Durchsetzungsvermögen zu”. Während des Zuschlagens rollen die Augen zum Schutz im Kopf nach hinten. Nachher graben sie sich wieder ein. Weil aber die Beutetiere oft schnell lernen, wo Räuber auf Lauer liegen, ziehen sie nach 10 Tagen im Schutz der Dunkelheit bis zu 7,3 km weit zu einem anderen Ort.

Um Beute zu erkennen verlässt sich der Pazifische Engelhai fast ausschließlich auf den Sehsinn. Experimente zeigten, dass sie Fischmodelle jedesmal auf Sicht fingen, ohne weitere geruchliche, elektrische oder vibratorische Hinweise. Sogar nachts erkennen sie Beute indirekt durch das schwache grünliche Leuchten des biolumineszenten Planktons, das in ihrer Spur aufgewühlt wird (ihre Netzhautpigmente legen nahe, dass die höchste Seh-Empfindlichkeit dieser Art auf Wellenlängen liegt, die fast identisch zu der von örtlichem biolumineszenten Plankton produzierten ist).

Ein faszinierender Hai, nicht war? Aber Menschen haben diese Art fast ausgerottet. Warum? Aus Angst um ihr Leben? Schwerlich, weil kein Mensch von einem Pazifischen Engelshai je ohne Provokation angegriffen wurde – sie schnappen durchaus zu, wenn sie provoziert werden, aber hinterlassen auch dann nur wenig Schaden. Nein, nur für der Profit. Der Werbefeldzug eines kalifornischen Fischverarbeiters mit Namen Michael Wagner im Jahr 1976 und später änderte den früheren “Abfall-Fisch” fast eigenhändig zu einem wohlschmeckenden Fisch um, was in einem jährlichen Fang von Pazifischen Engelhaien von bis zu 544 311 kg (im Jahr 1985) führte und diese Art zur Nummer Eins des Haifischfanges vor Kalifornien machte. Die Ausrottung dieser Art wurde verhindert, als in den 90ern die Heilbutt- und Engelhai-Fischerei (mit den gleichen Stellnetzen mit mittlerer Maschenweite gefangen) vor Zentral-Kalifornien komplett geschlossen wurde. Die Zahl der Pazifischen Engelhaie vor Kalifornien scheint wieder anzusteigen, was zu einer Einstufung als nicht gefährdet in den USA führte. Weltweit jedoch wird es als gering gefährdet eingeschätzt, weil die größtenteils ungeregelte mexikanische Fischerei übernommen hat. Diese Art ist nun aus Teilen der mexikanischen Bundesstaates Baja California Sur verschwunden, wo sie früher noch zu finden war.

Quellen: hier, hier, hier und hier

Hai der Woche: Hartnasenhai — 10. April 2017

Hai der Woche: Hartnasenhai

Kleine Haie fallen oft größeren Haien zum Opfer und überleben normalerweise, indem sie mehr Junge bekommen. Aber der Hartnasenhai (Carcharhinus macloti) hat eine geringe Vermehrungsrate: nur ein oder zwei Junge werden nach einer 12-monatigen Tragzeit alle zwei Jahre geboren, wie bei Apex-Predators.
Macloti karachi.jpg
Von Hamid Badar Osmany – FishBase, CC BY 3.0, Link

Der Hartnasenhai ist eine kleine Art der Requiemhaie, die in flachen Küstengewässern des Indo-Pazifik von Kenia über Südasien zum südlichen Japan und nördlichen Australien lebt. Er ist grau oder bronze oben und weiß unten und wurde Hartnase benannt, weil die Knorpel in seiner Schnauze stark verkalkt sind, anders als bei anderen Arten der Gattung Carcharhinus.

Weibliche Hartnasenhaie sind ovovivipar: ein oder zwei Embryos schlüpfen innerhalb der Gebärmutter und werden durch Dotter und später durch eine Plazenta-Verbindung genährt. Lebend mit einer relativ großen Länge von 45 cm geboren, werden sie mit 70 bis 75 cm erwachsen und erreichen eine Maximallänge von 110 cm. Ihre Haut ist mit überlappenden, ovalen Haut-Dentikeln bedeckt.

Hardnasenhaie bilden große, nach Geschlecht getrennte Schulen und sind Reisemuffel (Tagging-Daten zeigen, dass 30% der wieder eingefangenen Exemplare sich weniger als 50 km vom ursprünglichen Tagging-Ort entfernt hatten). Wegen einem hohen Fischereidruck durch handwerkliche und kommerzielle Fischereien und ihrer geringen Vermehrungsrate werden sie weltweit als potenziell gefährdet eingestuft (jedoch als nicht gefährdet in Australischen Gewässern).

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Karibischer Riffhai — 13. March 2017

Hai der Woche: Karibischer Riffhai

Obwohl es der häufigste riff-bewohnende Hai im Karibischen Meer ist, ist der Karibische Riffhai (Carcharhinus perezii) einer der am wenigsten untersuchten großen Requiemhaie. Er sieht seiner Schwesternart Schwarzhai sehr ähnlich, lebt aber ausschließlich auf oder in der Nähe von Korallenriffen im tropischen West-Atlantik von Florida bis zu Brasilien.

Carcharhinus perezi bahamas feeding
Karibischer Riffhai von Greg Grimes from Starkville, MS, USA – pic_0655, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Karibische Riffhaie sind nachtaktiv und können bei Tage in Höhlen oder auf dem Meeresgrund ruhend angetroffen werden (einstmals berühmt in Mexiko als “schlafende Haie”). Sie werden mit einer Länge von 1,5 bis 1,7 m (Männchen) oder um die 2 m (Weibchen) erwachsen und können maximal 3 m erreichen, was sie zu einem der größten apex predator im Riff-Ökosystem macht. Die Weibchen sind ovovivipar und bringen alle 2 Jahre 3 bis 6 61 bis 76 cm große lebende Junge zur Welt.

Trotz ihrer Größe sind Karibische Riffhaie normalerweise nicht aggressiv zu Tauchern, außer in Anwesenheit von Futter – Speerfischer können versehentlich gebissen werden (es gibt 4 registrierte, nicht provozierte, nicht tödliche Angriffe durch diese Art), aber manchmal auch Teilnehmer von Tauchtouren mit Ködern. Haie durch Füttern anzulocken ist ein kontroverses Nebenprodukt des Ökotourismus (und in Florida verboten). Dass der Hai Menschen mit Futter assoziiert (wie bei Bären) scheint nur ein Problem zu sein, wenn die Art normalerweise Säugetiere frisst (wie der Weiße Hai), aber die künstliche Konzentration von Räubern (wie im obigen Bild) und die verstärkte Entnahme von Fischen aus der Umwelt als Hai-Köder (anstatt Fischabfälle zu benutzen) könnten bedenklich sein. Touristen, aber auch Fotografen und Filmemachern Haie zu zeigen ist profitabler als sie zu töten – und bietet einen nachhaltigen Lebensunterhalt für Ex-Fischer in Zeiten der Überfischung. Ausgenommen natürlich, dass deren Kollegen dieses veränderte Verhalten der Haie ausnutzen, um sie alle einzufangen, nicht auf Film sondern an den Tausenden mit Köder versehenen Haken der Longlinen.

Denn Karibische Riffhaie wurden und werden per Longline und Stellnetz für ihr Fleisch, Haut, Kiefer, Flossen und Leberöl gezielt gefischt oder als Beifang gefangen, was in ihrem Status als potenziell gefährdet resultiert. Es ist die häufigste Haiart im Kolumbianischen Fischfang, aber geschützt in den USA, den Bahamas und einigen Meeresschutzgebieten in Brasilien. Illegale Fischerei und der Verfall des Lebensraumes (Korallenbleiche) sind weitere Gefahren. Karibische Riffhaie vor Florida sind mit gefährlich hohen Werten von Methyl-Quecksilber  gefunden worden – höher als in den FDA-Richtlinien jedenfalls, die EU-Richtlinien sind anders und erlauben (meiner Meinung nach unverständlicherweise) höhere Werte für größere Raubfischarten.

Quellen: hierhier und hier

 

Hai der Woche: Schwarzhai — 6. March 2017

Hai der Woche: Schwarzhai

Nachdem ich letzte Woche den Reisemuffel Atlantischen Ammenhai vorgestellt hatte, ist der Hai dieser Woche das Gegenteil: der Schwarzhai (Carcharhinus obscurus). Er kann weltweit in warmen Gewässern entlang der Küste (und auch im offenen Meer, Schiffen folgend) von Amerika, Australien und Afrika (und Teilen von Europa und Asien) gefunden werden. Er ist nomadisch und stark wandernd (auch wenn genetische Tests nahe legen, dass die Schwarzhaie vor Indonesien und Australien eigene Bestände bilden) und legt saisonbedingt (zwischen den Polen im Sommer und dem Äquator im Winter) bis zu 3 800 km zurück.

Obwohl er einer der größten Mitglieder der Requienhaie ist (er erreicht durchschnittlich 3,2 m und maximal 4,2 m Länge) und einen (für alle getesteten Haie größten) punktuellen Beißdruck an der Zahnspitze von 60 kg hat (wie menschliche Bisse auch, nebenbei bemerkt), ist der Schwarzhai keine Gefahr für den Menschen (die sehr wenigen unprovozierten Angriffe, die dieser Art zugeschrieben wurden, beruhen höchstwahrscheinlich auf Verwechselungen).

Als apex predators sind Schwarzhaie eine der am langsamsten wachsenden und am spätesten erwachsen werdenden Haiarten, sie werden erst mit ungefähr 20 Jahren erwachsen. Weibliche Schwarzhaie sind ovovivipar und bringen höchstens alle 3 Jahre Würfe von 6 bis 12 Jungen zur Welt. Dabei nutzen sie flache Uferbereiche als Kinderstuben, weil heranwachsende Schwarzhaie (im Gegensatz zu ihren Eltern) sehr wohl natürliche Feinde haben, nämlich andere große Haie. Vor KwaZulu-Natal (Südafrika) hat die Nutzung von Hai-Netzen zum Schutz der Strände die Bestände dieser großen Räuber reduziert, was zum dramatischen Anstieg der Zahlen von heranwachsenden Schwarzhaien führte (ein Phänomen, dass “predator release” genannt wird). Diese jungen Haie wiederum haben die Bestände an kleinen Fischen drastisch verringert und Monokulturen von kleinen Schwarzhaien verursacht.

Nichtsdestotrotz werden Schwarzhaie, wegen ihrer sehr geringen Vermehrungsrate (was sie zu einer der empfindlichsten Wirbeltiere macht) und großem Fischereidruck, weltweit als gefährdet und im nordwestlichen und westlichen Zentralatlantik als stark gefährdet angesehen. Sie werden für ihre wertvollen Flossen, ihr Fleisch, Leberöl und Haut gejagt und haben eine große Sterberate, wenn sie als Beifang versehentlich gefangen werden.

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Fleckzahnhai — 6. February 2017

Hai der Woche: Fleckzahnhai

Manche Haiarten scheinen Reisemuffel zu sein, wie der Fleckzahnhai (carcharhinus sorrah). Taggingstudien vor Nordaustralien haben gezeigt, dass 49% der Haie innerhalb von 50 km von ihrem Markierungsort wieder gefangen wurden. Aber sogar einige von ihnen scheint das Fernweh zu packen – wie der eine Hai, der 1 116 km entfernt gefangen wurde.

Carcharhinus sorrah phuket.JPG
Carcharhinus sorrah by Tassapon KRAJANGDARA – http://www.fishbase.us/photos/thumbnailssummary.php?ID=884#, CC BY 3.0, Link

Der Fleckzahnhai ist eine sehr verbreitete Art der Requiemhaie und wird bis zu 1,6 m lang. Er lebt in getrennten Populationen auf Festlands- und Inselsockeln im tropischen Indo-Pazifik von der Küste Ostafrikas, Madagaskar und dem Roten Meer bis zu Indien, Malaysia, China, Indonesien, den Philippinen und Nordaustralien. Weibliche Haie sind mit 2 bis 3 Jahren ausgewachsen und bringen einmal im Jahr einen Wurf von 1 bis 8 50 cm großen Jungen (ovovivipar) in Kinderstuben in flachen Küstengebieten zur Welt. Fleckzahnhaie leben bis zu 5 Jahre (Männchen) oder 7 Jahre (Weibchen).

Fleckzahnhaie werden für ihr Fleisch, Flossen, Leber-Öl und Fischmehl gezielt gefangen, sind aber auch “genutzter Beifang”, das bedeutet dass sie nicht die Zielart waren, aber trotzdem verwendet werden (catch-as-catch-can) anstatt wieder über Bord geworfen zu werden (was sie als Nicht-Tiefsee-Art überleben könnten). Sie sind unter den am meisten produktiven Haiarten wegen ihres schnellen Wachstums, ihrer frühen Reife und der relativ hohen Fruchtbarkeit.Ungeachtet dessen hält die   IUCN diesen Hai für potenziell gefährdet. Warum?
Ihre Kinderstuben werden extrem stark befischt (oft im illegalen Maschenweiten) und werden auch durch Zerstörung und Verschmutzung in Mitleidenschaft gezogen. Fleckzahnhaie leiden an Überfischung in vielen Teilen ihres Lebensraumes. Nur die relativ gut verwaltete nordaustralische Fischerei scheint eine Ausnahme zu sein. Aber es gibt zunehmend illegale, ungemeldete und unregulierte (illegal, unreported and unregulated = IUU) Fischfangaktivitäten in nordaustralischen Gewässern, meist von Indonesischen Fischern, von denen die Mehrheit auf Haifang geht.

Quellen: hier und hier

 

Recreational Shark Fishing – HowStuffWorks | Hobby-Haiangeln – HowStuffWorks — 14. December 2016
Hai der Woche: Schlinghai — 26. September 2016

Hai der Woche: Schlinghai

Wusstest Du, dass ein als gefährdet eingestufter kleiner Tiefseehai wegen seines großen Anteils an qualitativ hochwertigem Squalen im Leber-Öl als der “Rolls-Royce der Squalen-produzierenden Haie” angesehen und gezielt gejagt wird (ob legal oder illegal scheint egal zu sein)? Neben dem hier schon erwähnten Einsatz von Squalen in teurer Kosmetika und fragwürdigen Gesundheitspillen -wo ohne Probleme auf andere Squalen-Quellen zurückgegriffen werden könnte- wird es auch als (laut GSK alternativlose) Zutat für Medizinprodukte, u.a. das Grippe-Impfstoff-Adjuvant AS03, genutzt. Ich will hier nicht über den Sinn und Zweck von Impfungen diskutieren, oder über Adjuvanzien, auch nicht über die in Europa sehr umstrittene Schweinegrippe-Impfung von 2009 – aber es ist doch zu beklagen, dass viele Schlinghaie (Centrophorus granulosus) sinnlos geopfert wurden, wo doch Millionen der damals eilig bereitgestellten und bezahlten Impfdosen wieder vernichtet werden mussten. Und dass bei einem Hai, der die wahrscheinlich niedrigste Fortpflanzungsrate aller Haie besitzt.

A photo of a gulper shark that has been caught.
Centrophorus granulosus, by NEFSC/NOAAPublic Domain

Die Weibchen des Schlinghaies werden erst mit ca. 14 Jahren geschlechtsreif und können zwischen 54 und 70 Jahre alt werden. Da sie mit je einem Embryo 2 Jahre lang schwanger sind und lange Pausen zwischendurch einlegen, haben sie typischerweise nur zwischen 2 und 10 Junge – in ihrer gesamten Lebenszeit. Sie sind ovovivipar und füttern den Embryo mit dem Dottersack und anderen unbefruchteten und auch befruchteten Eiern (Oophagie). Die Eizelle des Schlinghaies ist eine der größten im gesamten Tierreich und wiegt zwischen 143 und 370 g.

Im Atlantik, im Pazifik, im Indischen Ozean und im gesamten Mittelmeer lebend, wird der Schlinghai an Longlinen und mit Schleppnetzen gefangen (zusammen mit vielen anderen Wasserlebewesen als Beifang). Er migriert stark und bildet Schulen.

Quellen: hierhier und hier

 

What seafood to eat | Welchen Fisch essen -Outside Online — 14. September 2016