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Hai der Woche: Indischer Schwellhai — 16. July 2018

Hai der Woche: Indischer Schwellhai

Ein weiterer Schwellhai aus der Familie der Katzenhaie (Scyliorhinidae), der Indische Schwellhai (Cephaloscyllium silasi), lebt im westlichen Indischen Ozean von Quilon, Indien bis Sauqira Bay, Oman.

Cephaloscyllium silasi quilon.jpg
By K.V. Akhilesh – http://www.fishbase.us/photos/thumbnailssummary.php?ID=800#, CC BY 3.0, Link

Dieser kleine Hai ist nur bis zu 45 cm lang und ovipar (das Weibchen legt Eikapseln).

Quellen: hierhier und hier

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Hai der Woche: Ballonhai — 9. July 2018

Hai der Woche: Ballonhai

Nach einer Gattung, die ausschließlich um Indonesien und Australien heimisch ist, bewohnen die Haie dieser Gattung viele Gebiete des Pazifischen und Indischen Ozeans. Die Gattung Schwellhaie der Familie Katzenhaie (Scyliorhinidae) ist nach ihrer Fähigkeit benannt, ihre Bäuche wie ein Kugelfisch zur doppelten oder dreifachen ihrer normalen Größe aufblasen zu können, wie es hier beschrieben ist. Fast alle ihre Namen spiegeln das wieder, zum Beispiel der heutige Ballonhai (Cephaloscyllium sufflans). Diese Art lebt ausschließlich vor dem südlichen Mosambik und KwaZulu-Natal, Südafrika.

Cephaloscyllium sufflans distmap.png
By Chris_huh – Compagno, Leonard; Dando, Marc & Fowler, Sarah (2005). Sharks of the World. Collins Field Guides. ISBN 0-00-713610-2., CC BY-SA 3.0, Link

Als bodenbewohnende Haie leben Ballonhaie über sandigem oder schlammigem Grund auf dem Festlandssockel und oberen Kontinentalhang in Tiefen zwischen 40 und 600 m. Heranwachsende dieser Art werden oft als Beifang der Schleppnetzfischereien gefunden und entsorgt. Trotzdem betrachtet die IUCN diese Art als nicht gefährdet, weil scheinbar die Erwachsenen tiefere Regionen bewohnen und dort auch ihre Eikapseln legen (sie sind ovipar), also ist die Population vorerst gesund.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Papua-Epaulettenhai — 2. July 2018

Hai der Woche: Papua-Epaulettenhai

Die letzte Art der Gattung Epaulettenhaie oder Hemiscyllium ist der Papua-Epaulettenhai (Hemiscyllium hallstromi). Die ganze Gattung ist ein gutes Beispiel für Plattentektonik und Evolution, wie in dieser großartigen Abhandlung von Gerald Allen et. al. gezeigt wird.

comparisation of all nine hemiscyllium species
Vergleich aller neun Hemiscyllium-Arten: A) H. freycineti, B) H. hallstromi, C) H. galei, D) H. trispeculare, E) H. ocellatum, F) H. michaeli, G) H. halmahera, H) H. henryi & I) H. strahani Credit: Allen et al 2016

Der kleine (bis zu 77 cm lange) Papua-Epaulettenhai (B im Bild) hat nur einen begrenzten Lebensraum in flachen tropischen Gewässern über Seegras-Betten und gelegentlich Felsen und Korallenriffen nahe Port Moresby, der Hauptstadt von Papua-Neuguinea. Er wird von der IUCN als gefährdet eingeschätzt, wegen Überfischung (meist als Beifang) durch industrielle und handwerkliche Fischerei mit zerstörerischen Praktiken wie Schleppnetz- und Dynamitfischerei, Verschmutzung und Vergiftung durch von Flüssen eingeschleppten Verunreinigungen, Abwasser-Ablauf von Port Moresby und Ablagerungen von Bergbau-Abflüssen, und Zerstörung des Lebensraumes durch Öl-Erkundungen und Pipelinebau.

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Gefleckter Epaulettenhai — 25. June 2018

Hai der Woche: Gefleckter Epaulettenhai

Eine der wenigen Epaulettenhaie (Hemiscyllium), die nicht ausschließlich vor Indonesien leben, ist der Gefleckte Epaulettenhai, auf englisch Speckled carpetshark (Hemiscyllium trispeculare). Einige Jahre nach seiner Schwesternart, dem Freycinets-Epaulettenhai, auf englisch Indonesian speckled carpetshark, entdeckt, kann diese Art vor Nordaustralien und möglicherweise auch vor Indonesien gefunden werden.

Wie alle Haie der Familie Bambushaie (oder Lippenhaie, Hemiscylliidae) ist diese Art ovipar, das bedeutet, die Weibchen legen Eikapseln. Wegen großer Meeresschutzgebiete (MPA) ist der Lebensraum dieses kleinen (bis zu 79 cm langen) Riffhais größtenteils sicher, deshalb betrachtet die IUCN den Gefleckten Epaulettenhai als nicht gefährdet.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Hauben-Epaulettenhai — 18. June 2018

Hai der Woche: Hauben-Epaulettenhai

Ein weiterer Hai der Familie Bambushaie (oder Lippenhaie, Hemiscylliidae), der in Korallenriffen vor Papua-Neuguinea lebt (nur ein kleines Gebiet vor der nördlichen und südlichen Küste des östlichen Teiles) ist der Hauben-Epaulettenhai (Hemiscyllium strahani). Wie bei allen anderen Epaulettenhaien (Hemiscyllium) sind die verschiedenen Markierungen sein Unterscheidungsmerkmal, diesmal große weiße und kleine dunkle Punkte und eine einmalige schwarze Maske über Kopf und Schnauze (wie die Kapuze oder Haube eines Henkers, deshalb der Name).

Hooded carpetshark, © Randall, John E., found on fishbase.org

Dieser bis zu 80 cm lange laufende Hai ist in Gefahr wegen der Zerstörung seines eher kleinen Lebensraumes durch Vergiftung und Verschmutzung und Dynamit-Fischen, aber er kann auch durch Aquariumhandel ausgebeutet werden. Die IUCN betrachtet diese Art als gefährdet.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Freycinets Epaulettenhai — 11. June 2018

Hai der Woche: Freycinets Epaulettenhai

Nach dem Epaulettenhai von 1788 wurde die nächste neue Art der Gattung Hemiscyllium im Jahr 1824 beschrieben. Der Freycinets Epaulettenhai (Hemiscyllium freycineti) ist ein weiterer laufender Hai von Indonesien und scheint ausschließlich vor dem westlichen Neuguinea zu leben, während der neu entdeckte Leoparden-Epaulettenhai die Ostseite (und viele der Bilder) übernommen hat. Obwohl schon so lange bekannt, weiß man nicht viel über diesen Riffhai aus der Familie Bambushaie (oder Lippenhaie, Hemiscylliidae), nicht einmal seine Länge.

Hemiscyllium freycineti, Adult from reeflifesurvey.com
adult Hemiscyllium freycineti, © reeflifesurvey.com

Wie alle Epaulettenhaie ist auch der Freycinets Epaulettenhai ovipar (das bedeutet, dass das Weibchen Eikapseln legt). Dieser niedliche kleine Hai wird of für den Aquariumhandel gefangen. Wegen der Zerstörung seines Lebensraumes und zerstörerischen oder illegalen Fischfang-Aktivitäten, aber darüber hinaus wegen seiner neu entdeckten eingeschränkten Verbreitung, könnte er sehr wohl in naher Zukunft als gefährdet anstatt potentiell gefährdet eingestuft werden.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Triton-Epaulettenhai — 4. June 2018

Hai der Woche: Triton-Epaulettenhai

Der andere Epaulettenhai, dessen wissenschaftlicher Name in einer “Blauen Auktion” von Gerald R. Allen versteigert wurde (wie der vor 2 Wochen vorgestellte Hemiscyllium galei – Cenderwasih-Epaulettenhai), wurde nach Wolcott Henry benannt, noch ein berühmter Unterwasser-Fotograf (z.B. für Bücher und National Geographic): der Triton-Epaulettenhai oder Henrys-Epaulettenhai (Hemiscyllium henryi). Vor Triton Bay an der Südküste von Westpapua gefunden, erreicht dieser Hai aus der Familie Lippenhaie (oder Bambushaie, Hemiscylliidae) eine Länge von 81,5 cm, und seine einmalige Musterung enthält zahllose schwarze Punkte und ein Paar von Doppelpunkten an den Seiten.

Hemiscyllium henryi
Hemiscyllium henryi von Triton Bay, West Papua. Photo by M. Erdmann

Es ist kein Zufall, dass diese neue Art vor Papua-Neuguinea gefunden wurde, und das nicht nur, weil Gerald R. Allen hier arbeitet. Das Gebiet um die Raja-Ampat-Inseln zum Beispiel soll die reichhaltigste Meeres-Biodiversität der Erde enthalten, speziell in Bezug auf Korallenriffe (75% aller Korallenarten weltweit können hier gefunden werden). Aber dieses “Kronjuwel der Bird’s Head Seascape” ist in Gefahr. Nicht nur passierte im Jahr 2017 hier ein Kreuzfahrtschiff-Unfall, der die Zerstörung von 1600 Quadratmetern von Korallenriffen verursachte, sondern die Zerstörung des Lebensraumes durch Bergbau und Holzfällerei und zerstörerische Fischfangtechniken wie Dynamit und Zyanid-Fischerei sind zusätzliche Ursachen. Eine Kette von kürzlich eingerichteten oder geplanten Meeresschutzgebieten bemüht sich, dieses Unterwasserparadies zu beschützen. Initiativen, um Bewusstsein zu wecken und sowohl lokale als auch internationale Gemeinden zum Thema Klimawandel und nachhaltiger Tourismus, Jobs und Fischfang aufzuklären und Jobs für Einheimische im Schutz und Renaturierung der Korallenriffe finanziell zu unterstützen, tragen wesentlich dazu bei, lokale Gemeinden ins Boot zu holen und hoffentlich geplante Palmöl-Plantagen zu stoppen.

Vielen Dank, Wolcott Henry, dass Sie diese Bemühungen finanzieren!

Quellen: hierhier und hier

Hai der Woche: Hemiscyllium halmahera — 28. May 2018

Hai der Woche: Hemiscyllium halmahera

Der (bis jetzt) letzte entdeckte laufende Hai ist der Hemiscyllium halmahera, benannt nach der Indonesischen Insel Halmanera, in deren Nähe er gefunden wurde.

Diese im Jahr 2013 eingeführte Art der Familie Hemiscylliidae (Bambushaie oder Lippenhaie) ist bis zu 70 cm lang und am ähnlichsten zu ihrer Schwesternart von letzter Woche, dem Cenderawasih-Epaulettenhai, aber mit erheblich anderen Markierungen und Färbung.

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Cenderwasih-Epaulettenhai — 21. May 2018

Hai der Woche: Cenderwasih-Epaulettenhai

Ein anderer Hai der Familie Hemiscylliidae (auch Bambushaie genannt), der kürzlich gefunden wurde, ist der Cenderwasih-Epaulettenhai, der nach einer kleinen Bucht im westlichen Papua-Neuguinea benannt wurde, wo der niedliche kleine Hai (bis zu 56,8 cm) im Riff in Tiefen zwischen 2 und 4 m lebt. Er ist von der selben Gattung wie der Hai von letzter Woche (Epaulettenhaie oder Hemiscyllium), sieht auch sehr wie er aus (aber mit anderen Markierungen), ist auch ein laufender Hai und wurde im Jahr 2008 auch von Gerald Allen benannt.

Hemiscyllium galei from Cenderawasih Bay, West Papua. (C) G. Allen

Aber der Hemiscyllium galei wurde nicht nach seinem Entdecker benannt, oder um einen Kollegen oder früheren Wissenschaftler zu ehren, sondern sein wissenschaftlicher Name wurde in einer “Blauen Auktion” versteigert. Dass ist nicht alltäglich, aber es gelang dadurch immerhin, genug Geld zusammen zu bekommen um die Raja-Ampat-Inseln zu schützen, die nun Teil eines Meeres-Schutzgebietes (MPA) sind. Also vielen Dank, Jeffrey Gale, laut fishbase.de “ein begeisterter Unterwasser-Fotograf, Hai-Enthusiast, und Wohltäter der Meere”, dessen Filme z.B.  hier und Fotos hier gefunden werden können (und ich könnte sogar sein eigenes Bild verlinken, das Internet ist faszinierend und beängstigend, nicht wahr?).

Quellen: hierhier und hier

Hai der Woche: Leoparden-Epaulettenhai — 14. May 2018

Hai der Woche: Leoparden-Epaulettenhai

Epaulettenhaie sind niedlich, können laufen und sehen alle auf den ersten Blich ziemlich ähnlich aus. Wenn man sich aber die Zeit nimmt, sich diese Markierungen näher anzuschauen, kann man Unterschiede finden. So tat es der amerikanische Meeresbiologe und Autor Scott W. Michael, und er entdeckte, dass auf manchen Bildern und Beispielen des normalen Freycinets Epaulettenhaies der Hai nicht solche großen und wohldefinierten Flecken haben sollte, die bemerkenswert wie die eines Leoparden aussehen. Er informierte seinen Kollegen Gerald Allen, und so wurde nach genetischen Tests im Jahr 2010 eine neue Art der Gattung Hemiscyllium von der Küste (der Milne-Bay-Provinz) des östlichen Papua-Neuguinea  nach ihm benannt: der Leoparden-Epaulettenhai oder Milne-Bay-Epaulettenhai (Hemiscyllium michaeli).

Milne Bay epaulette shark (Hemiscyllium michaeli) (C) Scott W. Michael 2008

Wie die Mehrheit der anderen 8 Arten dieser Gattung der Art Hemiscylliidae (Bambushaie oder Lippenhaie) ist auch der bis zu 69,5 cm lange Milne-Bay-Epaulettenhai als potenziell gefährdet eingestuft, aufgrund seines kleinen Lebensraumes in flachen Korallenriffen vor der Küste, die Probleme mit Überhitzung, Überfischung und zerstörerischen Fischfang-Techniken wie Dynamitfischen haben. Zusätzlich leidet er stark unter der Zerstörung seinen Lebensraumes durch Verschmutzung, Vergiftung und Verschlammung von früherem Goldbergbau in der Region (Zyanit-Vergiftung, Wasserabfluss und direkte Einbringung von Abfällen) und von fortgesetztem Holzabbau und Palmöl-Plantagen. Die Herstellung und Nutzung von Palmöl gefährdet nicht nur unsere Luft, unser Erdreich, unsere Flora und Fauna, unsere Gesundheit und unsere Atmosphäre, sondern auch unsere Ozeane.

Quellen: hier, hier und hier