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Let's save our blue planet by saving the ocean. Every little step counts.

Hai der Woche: Atlantischer Ammenhai — 27. February 2017

Hai der Woche: Atlantischer Ammenhai

Wusstest Du, dass der Atlantischer Ammenhai (Ginglymostoma cirratum) den niedrigsten Stoffwechsel von allen Haien hat? Er benötigt nur 18% der Energie des lebhaften Kurzflossen-Makos – beim Schwimmen. Wenn er überhaupt schwimmt. Er ist nachtaktiv und verbringt die Tage faul an seinen Ruheplätzen, gemeinsam und manchmal auf vielen anderen Ammenhaien.

In flachen tropischen und subtropischen Küstengewässern lebend sind Ammenhaie bodenbewohnend mit zwei fleischigen Barteln am Unterkiefer (chemosensorische Organe, die dabei helfen, im Bodengrund versteckte Beute zu finden). Oder sie formen mit ihrem Körper nachgemachte Höhlen für ihre Beute. Diese wird dann wie mit einem Staubsauger eingesaugt. Wegen ihrer sparsamen Lebensweise essen sie nicht viel – gefangene Haie hatten in den meisten Fällen nichts in ihren Mägen.

Atlantische Ammenhaie sind von bräunlicher Farbe und erreichen 2,2 bis 3 m Länge, wobei Weibchen größer als Männchen sind. Sie sind ovovivipar und bringen alle zwei Jahre 21–29 lebende Junge zur Welt. Wie bei Hunden fanden Wissenschaftler in einem Wurf die DNA von bis zu 4 Vätern. Ammenhaie besuchen die gleichen Kinderstuben und Paarungsgebiete und Ruheplätze in der Nähe ihr ganzes Leben lang (starke Standort-Treue genannt), was sie zu Reisemuffeln macht. Sie sind scheu und gutmütig und trotz ihrer Größe keine Gefahr für den Menschen, aber wenn provoziert können sie beißen und sind wegen der Saugkraft schwer zu entfernen.

Es scheint, dass die Pazifische Unterpopulation des Ammenhaies eine eigene Art bildet (Pazifischer Ammenhai genannt), was den Atlantischen Ammenhai auf Atlantische Gewässer begrenzt (deshalb der neue Name). Weil er nicht wandert, würde es mich nicht wundern, wenn sich auch die Ost-Atlantische Unterpopulation als eine eigene Art herausstellen würde. Durch die IUCN wird die West-Atlantische Unterpopulation als potenziell gefährdet angesehen und sogar gefährdet vor der Küste Süd-Amerikas. Er wird in manchen Gebieten vor Brasilien als lokal ausgestorben gemeldet. Atlantische Ammenhaie werden für ihr Leber-Öl, Flossen, Fleisch und Haut gejagt, Jungtiere auch für kommerzielle und private Aquarien (trotz ihrer Endgröße). Wenn sie zufällig als Beifang gefangen werden, ist die Überlebensrate hoch, wenn sie wieder ins Wasser zurückgeworfen werden. Die Zerstörung ihres Lebensraums bringt ihre Kinderstuben in Gefahr und erfordert zusätzliche Schutzmaßnahmen (wie in den Florida Keys).

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Blaugrauer Blindhai — 30. January 2017

Hai der Woche: Blaugrauer Blindhai

Wie seine Schwesternart, der Blindhai, schließt der blaugraue Blindhai (Brachaelurus colcloughi) seine unteren Augenlider, wenn er aus dem Wasser genommen wird. Ausschließlich vor Ost-Australien zu finden, ist er eine seltene nachtaktive Art der Familie Brachaeluridae (Blindhaie).

Der Blaugraue Blindhai ist ein stämmiger kleiner Hai  (bis zu 76 cm groß) mit langen Barteln und großen Spritzlöchern hinter seinen großen Augen. Während Erwachsene grau bis goldbraun von oben und weiß von unten sind, haben junge Haie ein auffälliges Muster von großen schwarzen Markierungen auf weißem Untergrund.

Wie im Video zu sehen werden Blaugraue Blindhaie für Aquarien gefangen, aber manchmal auch als Beifang in Schleppnetz-, Stellnetz- und Tunnelnetz-Fischereien oder als game fish von Hobby-Anglern. Wegen ihrer Seltenheit (bis jetzt sind nur 50 Exemplare aufgefunden worden) und ihres kleinen Lebensraumes sind sie auch besonders empfindlich für Belastungen durch die städtebauliche Entwicklung (wie der Hafen von Brisbane in Moreton Bay).

Moreton Bay Marine Park in Queensland und Cape Byron Marine Park in New South Wales versuchen diese Art zu bewahren, sie ist aber als “gefährdet” eingestuft.

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Bullenhai — 5. December 2016

Hai der Woche: Bullenhai

Es ist bekannt, dass Haie in Salzwasser leben. Sicher gibt es so etwas Seltsames wie Flusshaie (wie der Gangeshai), die nur Süßwasser zu vertragen scheinen (aber erwiesenermaßen auch durch Salzwasser wandern). Aber alle anderen Haie leben ausschließlich im Ozean oder in Brackwasser-Kinderstuben, um ihre Jungen zu schützen, oder? Leider ist das falsch.

Denn es gibt den Bullenhai (Carcharhinus leucas). Auch wenn ihre Kinderstuben in Brackwasser liegen, vertragen ältere Bullenhaie sowohl einen hohen Salzgehalt als auch gar keinen, was sie befähigt, weltweit an tropischen bis subtropischen Meeresküsten sowie in Flüssen und Seen zu leben.


(Video S3 eines schwangeren Bullenhaies von Brunnschweiler J, Baensch H (2011). “Seasonal and Long-Term Changes in Relative Abundance of Bull Sharks from a Tourist Shark Feeding Site in Fiji“. PLOS ONE. DOI:10.1371/journal.pone.0016597. PMID 21346792. PMC: 3029404., CC by 2.5 )

Bullenhaie sind in der Lage, durch ihre Nieren, Kiemen, Leber und eine spezielle Drüse nahe des Schwanzes Salz zurückzuhalten (was eine stark erhöhte Produktion von hochverdünntem Urin erfordert und energetisch sehr anspruchsvoll ist). Dadurch überleben und sogar florieren sie in Süßwasser so weit flußaufwärts wie 3 800 km den Mississippi hinauf oder 4 200 km den Amazonas. Es gibt sogar eine Population von Bullenhaien im Nikaraguasee in Mittelamerika die anscheinend separat ist, aber Tagging bewies dass sie zwischen dem See und dem Karibischen Meer hin und her wandern und dabei 8 Stromschnellen überwinden. Seit einem Hochwasser in den 1990ern ist sogar ein Golfplatz-See in Queensland in Australien die Heimat von Bullenhaien.

Der Bullenhai ist eine kräftige Art mit kleinen Augen und einer stumpfen Schnauze (daher der Name) und einer durchschnittlichen Länge von 2,4 m (weiblich) und 2,25 m (männlich), aber es gibt eine einzelne Aufzeichnung von einem schwangeren weiblichen Exemplar von 4 m Länge in einem Afrikanischen Fluss. Ihre Geschlechtsreife scheint vom Ort abzuhängen und dauert bis zu 14-15 Jahre für Männchen und 18 Jahre für Weibchen. Bullenhaie sind ovovivipar wie andere Requiemhaie.

Als opportunistische Esser fressen Bullenhaie alles, von Fischen und anderen Haien (sogar kleinen Bullenhaien) zu Schildkröten, Vögeln, Delfinen und Landsäugetieren wie Hunden oder Nilpferden, aber auch Kadavern und (im Falle von Indischen Flüssen) Leichen. Sie müssen das tun (wie ober erwähnt), um im Süßwasser mit seinem nicht vorhandenen Salzgehalt und dem signifikant höheren negativem Auftrieb zu überleben. Im Meer kann ihr Stoffwechsel runtergefahren werden.

Basierend auf ihrem Lebensraum kommen Bullenhaie oft in Kontakt mit Menschen. In den klaren Gewässern der Bahamas z.B. haben Taucher regelmäßig Umgang mit Ansammlungen von Bullenhaien, ohne Probleme. Einige Forscher vermuten, dass dieses nicht-bedrohliche Verhalten daher kommt, dass die Haie die Menschen klar sehen können und erkennen, dass sie nicht typische Beutetiere sind. In trüberen Gewässern jedoch passieren Zwischenfälle, und Menschen werden gebissen und sterben manchmal daran. Einige Bullenhaie sind territorial und und haben praktisch keine Toleranz für Provokationen, was die Dinge auch nicht leichter macht.

Wegen seines Lebensraumes, aber auch seiner Größe, Stärke und Zähne gilt der Bullenhai bei manchen Experten als der gefährlichste Hai der Welt.  Wenn es so etwas wie einen Menschenfresser-Hai gibt, so wäre das der Bullenhai und nicht der Weiße Hai. Letzterer könnte vielmehr für viele Angriffe, die seiner Art zu Last gelegt werden (darunter die berühmten Haiangriffe in New Jersey im Jahre 1916, die als Inspiration für Der Weiße Hai gedient haben mögen) nicht verantwortlich sein, sondern der Bullenhai mit seinem nahezu identischem Gebiss. Es ist erstaunlich, dass es nicht mehr Zwischenfälle gibt, was nur bestätigt, dass sie nicht wirklich an uns interessiert sind und ein Angriff normalerweise nur ein Fehler ist.

Der Bullenhai wird als Beifang in Longline-Fischereien gefangen, aber öfter von kleinen Fischern für sein Fleisch, Flossen und Haut aufs Korn genommen, weil er so reichlich in ufernahen Gebieten und Flüssen vorhanden ist. Zusätzlich ist er ein populäres Ziel von Hobbyanglern. Wegen der Verschmutzung ihres Lebensraumes in flachen Küstengewässern, Flüssen und Seen und der Überfischung ihrer Kinderstuben haben die Zahlen von Bullenhaien signifikant abgenommen.

Quellen: hierhier, hier und hier

Hai der Woche: Gangeshai — 31. October 2016

Hai der Woche: Gangeshai

Haie leben in jedem Ozean. Einige mögen es heiß (wie der Pazifische Schlafhai), andere haben sich an eisige Temperaturen angepasst (wie der Grönlandhai). Einigen machen wechselnde Salzgehalte nichts aus (wie dem Pyjamahai). Aber wusstest Du, dass es Flusshaie gibt? Das sind Haie, die nur in Süßwasser leben. Einer von ihnen ist der Gangeshai (Glyphis gangeticus).

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Ganges shark von Edgar Ravenswood Waite – Waite, Edgar R. (1921) Illustrated Catalogue of the Fishes of South Australia, Adelaide, Australia: G. Hassell & Son, Gemeinfrei, Link

Diese Art der Requiemhaie lebt in Indischen Flüssen und wurde beschuldigt, ein “Menschenfresser” zu sein. Aber er wurde höchstwahrscheinlich mit dem Bullenhai verwechselt, weil seine schlanken Zähne bedeuten, dass es eher kleine Fische als Beute hat. Es ist ein bis zu 2 m langer grau bis bräunlicher Hai mit winzigen, aufwärts gerichteten Augen.

Verschmutzung und Nutzung seines Lebensraumes und Fischereidruck sind gefährlich für den extrem seltenen Gangeshai. Er wird als akut vom Aussterben bedroht angesehen.

Jüngste genetische Tests zeigen, dass Flusshaie aus Borneo (Borneo-Flusshai) und Myanmar (Irrawaddy-Flusshai) die selbe Art sind wie der Gangeshai. Zwei kürzliche Genfluss-Ereignisse im zentralen Indo-Pazifik (zwischen Myanmar und Indien und Pakistan und Java) und ein drittes, älteres Genfluss-Ereignis, das in der Besiedelung der Australischen Flüsse resultierte, beweisen, dass Flusshaie durch Salzwasser wandern können. Vielleicht können alle Flusshaie im Ozean leben, aber ziehen es vor, in Flüssen Schutz für sich selbst und ihe Jungen zu suchen.

Quellen: hier und hier

What seafood to eat | Welchen Fisch essen -Outside Online — 14. September 2016
Pew: kurze Comics über nautische Begriffe — 23. August 2016
6 tolle Verbote von Plastik weltweit – und Deutschland? — 11. August 2016

6 tolle Verbote von Plastik weltweit – und Deutschland?

Gute Nachrichten! Plastikverbote in der ganzen Welt kamen in letzter Zeit in die Schlagzeilen. Von der USA bis zu Indien und Marokko nehmen sich Regierungen des Problems der Plastikmüll-Verschmutzung an und beschließen komplette Verbote von Plastik oder von bestimmten Sorten wie Polystyrol.

Quelle: 6 amazing plastic bans from around the world

In Europa versuchen wir auch, Plastikmüll zu reduzieren, um die Meere vor Vermüllung zu schützen. Insbesondere die bunten Kunststoff-Einkaufsbeutel, die einem die Kassierer kostenlos hinterher werfen. Jeder Europäer nutzt 200 davon pro Jahr, die meisten nur einmal. Aber weil die EU es ihren Mitgliedern überlässt, wie sie es tun, greift Deutschland auf seine Standardmethoden zurück: freiwillige Selbstverpflichtung der Firmen (das heißt sie machen ein unverbindliches Versprechen, um ein Gesetz zu verhindern) und Geld. Anstatt diese Beutel zu verbieten, kann der Kunde sie weiter nutzen, muss sie aber in manchen Läden erstmal kaufen. Viele Märkte bieten auch textile Einkaufsbeutel an, aber die sind teurer. Was wird wohl passieren?

Ich befürchte, es wird enden wie mit den Plastikflaschen: Anstatt Einweg-Flaschen zu verbieten hat Deutschland einen Pfand auf sie gelegt, genau wie auf die Mehrwegflaschen. Und was passierte? Die Mehrweg-Quote sank, natürlich. Viele Kunden unterscheiden nicht zwischen den beiden und kaufen lieber die leichte Einwegflasche als die schwerere Mehrwegflasche, wo doch sowieso alles das gleiche ist.

Mach den Schwur und nutze keine Kunststoff-Einkaufsbeutel mehr – mit der Zeit geht es in Fleisch und Blut über, seinen eigenen Beutel mitzunehmen (auch wenn man den Kassierer in seiner Routine unterbrechen muss um zu verhindern, einen weiteren Beutel zu bekommen). Und sei stolz auf jeden Wegwerf-Beutel, den Du nicht genutzt hast.

Jeder Schritt zählt.

Kein Öl aus der US-amerikanischen Arktis? – Greenpeace International — 31. July 2016

Kein Öl aus der US-amerikanischen Arktis? – Greenpeace International

von Kuck mal weg, aber da ist ein großes Ölfirmen-Auswandern aus der US-amerikanischen Arktis | Greenpeace International

Nur Shell hat noch nicht aufgegeben, aber weil die Reinigung von Ölkatastrophen in arktischen Gebieten unmöglich ist (wegen der Wetterbedingungen), und die US-Regierung das Risiko einer großen Ölpest währen der Laufzeit auf 75% schätzt, hoffe ich dass auch sie ihre Meinung ändern. Aber ist das angesichts solcher Ansichten eine realistische Hoffnung?

Greenpeace about microbeads | Greenpeace über Mikroperlen — 23. July 2016

Greenpeace about microbeads | Greenpeace über Mikroperlen

Did you know that microbeads are used in cosmetics not only to exfoliate (which I can comprehend, even if they should use other, natural particles), but also simply for color and texture? Manufacturers seem to think that customers like their liquid soap, shower gel or shampoo smooth and thick (viscid), even if it has got no cleaning benefit and only environmental drawbacks. We use a special, ph-neutral liquid soap together with a reusable foam soap dispenser and it works fabulously. Sadly, my daughter likes glitter in her pink shower gel (girls 😉 ), I don’t know how to make that myself.

Greenpeace addresses the problem of microplastic in cosmetics here more detailed than I did and also describes the loopholes manufacturers use to deceive us. Unfortunately, the mentioned guide to avoid cosmetics in question seems to work only in UK and Australia.


Wusstest Du, dass Mikroperlen in Kosmetik nicht nur zum Peelen benutzt werden (was ich nachvollziehen kann, auch wenn sie andere, natürliche Partikel benutzen sollten), sondern auch einfach für die Farbgebung und Textur? Die Hersteller scheinen zu denken, dass der Kunde seine Flüssigseife, Duschgel oder Shampoo glatt und zähflüssig mag, auch wenn das keinerlei Reinigungs-Nutzen sondern nur Umwelt-Nachteile hat. Wir nutzen eine spezielle, ph-neutrale Flüssigseife zusammen mit einem nachfüllbaren Schaum-Seifenspender und es geht wunderbar. Leider mag meine Tochter Glitter in ihrem pinken Duschgel (Mädchen 😉 ), Ich weiß nicht, wie ich das selbst machen kann.

Greenpeace spricht das Problem von Mikroplastik in Kosmetikprodukten hier detaillierter an als ich es getan habe, und beschreibt auch die Hintertürchen, die die Hersteller nutzen um uns zu täuschen. Hier auch etwas dazu auf Deutsch. Bedauerlicherweise scheint der erwähnte Leitfaden zum Vermeiden von fragwürdiger Kosmetik nur in Großbritannien und Australien zu gelten.

Hai der Woche: Schweinsaugenhai — 6. June 2016

Hai der Woche: Schweinsaugenhai

Wusstest Du, dass nahezu jeder Riff-Fisch Gifte enthalten kann, die von Dinoflagellaten gebildet werden und eine Nahrungsmittelvergiftung namens Ciguatera auslösen? Die Gifte können nicht durch Geruch, Geschmack oder Aussehen identifiziert werden, werden sexuell, durch Muttermilch und durch die Plazenta hindurch übertragen und können nicht durch Kochen, Einfrieren, Salzen, Trocknen, Räuchern, Marinieren oder Abwarten entfernt werden. Je höher in der Nahrungskette, desto mehr Gift enthält der Fisch (durch Akkumulation und Biotransformation), was erklärt, dass ein Schweinsaugenhai einen Ausbruch von Ciguatera in Madagaskar mit 500 Opfern und einer Sterberate von 20% in November 1993 auslöste. Normalerweise verursacht diese Krankheit nur neurologische und Magen-Darm-Probleme, manchmal wiederkehrend oder monate- oder sogar jahrelang andauernd (nit einer Sterberate bis zu 2%), aber Hai als ein großer Raubfisch ist offensichtlich tödlicher. Exportierter Riff-Fisch (vermutlich auch Aquafarm-Lachs aus Chile), untypische Fisch-Migration und Tourismus sind verantwortlich für Fälle außerhalb der Tropen oder Subtropen, was oft darin resultiert, dass wegen der unbekannten und deshalb verkannten Symptome (die manchmal als Multiple Sklerose fehldiagnostiziert werden) eine unzureichende Behandlung erfolgt. Jährlich leiden 20 000 bis 50 000 Menschen weltweit an dieser Krankheit (was sicherlich wegen Fehldiagnosen und unterlassener Meldungen eine Untertreibung ist).

Der Schweinsaugenhai ist eine Art des Requiemhais, der in tropischen und subtropischen Meeren von Eurasien, Afrika und Ozeanien lebt und bis zu 2,5 m lang wird.

Carcharhinus amboinensis ranong.jpg
By Tassapon KRAJANGDARA on www.fishbase.us, CC BY 3.0

Der Schweinsaugenhai ist vivipar, und nachdem der sich entwickelnde Embryo seinen Dottersack aufgebraucht hat, wird er von der Mutter durch eine Plazenta-Verbindung ernährt, die aus dem leeren Dottersack gebildet wird. Nach einer Schwangerschaft von 9 bis 12 Monaten bringt das Weibchen 3 bis 13 Junge zur Welt, wobei es geschützte Gebiete als Kinderstube nutzt. Der Schweinsaugenhai ist ein Top-Predator, und seine Größe und Zähne machen ihn potentiell gefährlich, obwohl er nicht dafür bekannt ist, den Menschen anzugreifen – wenn Du ihn nicht isst.

Quellen: hierhier und hier