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Hai der Woche: Papua-Epaulettenhai — 2. July 2018

Hai der Woche: Papua-Epaulettenhai

Die letzte Art der Gattung Epaulettenhaie oder Hemiscyllium ist der Papua-Epaulettenhai (Hemiscyllium hallstromi). Die ganze Gattung ist ein gutes Beispiel für Plattentektonik und Evolution, wie in dieser großartigen Abhandlung von Gerald Allen et. al. gezeigt wird.

comparisation of all nine hemiscyllium species
Vergleich aller neun Hemiscyllium-Arten: A) H. freycineti, B) H. hallstromi, C) H. galei, D) H. trispeculare, E) H. ocellatum, F) H. michaeli, G) H. halmahera, H) H. henryi & I) H. strahani Credit: Allen et al 2016

Der kleine (bis zu 77 cm lange) Papua-Epaulettenhai (B im Bild) hat nur einen begrenzten Lebensraum in flachen tropischen Gewässern über Seegras-Betten und gelegentlich Felsen und Korallenriffen nahe Port Moresby, der Hauptstadt von Papua-Neuguinea. Er wird von der IUCN als gefährdet eingeschätzt, wegen Überfischung (meist als Beifang) durch industrielle und handwerkliche Fischerei mit zerstörerischen Praktiken wie Schleppnetz- und Dynamitfischerei, Verschmutzung und Vergiftung durch von Flüssen eingeschleppten Verunreinigungen, Abwasser-Ablauf von Port Moresby und Ablagerungen von Bergbau-Abflüssen, und Zerstörung des Lebensraumes durch Öl-Erkundungen und Pipelinebau.

Quellen: hier und hier

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Hai der Woche: Hauben-Epaulettenhai — 18. June 2018

Hai der Woche: Hauben-Epaulettenhai

Ein weiterer Hai der Familie Bambushaie (oder Lippenhaie, Hemiscylliidae), der in Korallenriffen vor Papua-Neuguinea lebt (nur ein kleines Gebiet vor der nördlichen und südlichen Küste des östlichen Teiles) ist der Hauben-Epaulettenhai (Hemiscyllium strahani). Wie bei allen anderen Epaulettenhaien (Hemiscyllium) sind die verschiedenen Markierungen sein Unterscheidungsmerkmal, diesmal große weiße und kleine dunkle Punkte und eine einmalige schwarze Maske über Kopf und Schnauze (wie die Kapuze oder Haube eines Henkers, deshalb der Name).

Hooded carpetshark, © Randall, John E., found on fishbase.org

Dieser bis zu 80 cm lange laufende Hai ist in Gefahr wegen der Zerstörung seines eher kleinen Lebensraumes durch Vergiftung und Verschmutzung und Dynamit-Fischen, aber er kann auch durch Aquariumhandel ausgebeutet werden. Die IUCN betrachtet diese Art als gefährdet.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Freycinets Epaulettenhai — 11. June 2018

Hai der Woche: Freycinets Epaulettenhai

Nach dem Epaulettenhai von 1788 wurde die nächste neue Art der Gattung Hemiscyllium im Jahr 1824 beschrieben. Der Freycinets Epaulettenhai (Hemiscyllium freycineti) ist ein weiterer laufender Hai von Indonesien und scheint ausschließlich vor dem westlichen Neuguinea zu leben, während der neu entdeckte Leoparden-Epaulettenhai die Ostseite (und viele der Bilder) übernommen hat. Obwohl schon so lange bekannt, weiß man nicht viel über diesen Riffhai aus der Familie Bambushaie (oder Lippenhaie, Hemiscylliidae), nicht einmal seine Länge.

Hemiscyllium freycineti, Adult from reeflifesurvey.com
adult Hemiscyllium freycineti, © reeflifesurvey.com

Wie alle Epaulettenhaie ist auch der Freycinets Epaulettenhai ovipar (das bedeutet, dass das Weibchen Eikapseln legt). Dieser niedliche kleine Hai wird of für den Aquariumhandel gefangen. Wegen der Zerstörung seines Lebensraumes und zerstörerischen oder illegalen Fischfang-Aktivitäten, aber darüber hinaus wegen seiner neu entdeckten eingeschränkten Verbreitung, könnte er sehr wohl in naher Zukunft als gefährdet anstatt potentiell gefährdet eingestuft werden.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Leoparden-Epaulettenhai — 14. May 2018

Hai der Woche: Leoparden-Epaulettenhai

Epaulettenhaie sind niedlich, können laufen und sehen alle auf den ersten Blich ziemlich ähnlich aus. Wenn man sich aber die Zeit nimmt, sich diese Markierungen näher anzuschauen, kann man Unterschiede finden. So tat es der amerikanische Meeresbiologe und Autor Scott W. Michael, und er entdeckte, dass auf manchen Bildern und Beispielen des normalen Freycinets Epaulettenhaies der Hai nicht solche großen und wohldefinierten Flecken haben sollte, die bemerkenswert wie die eines Leoparden aussehen. Er informierte seinen Kollegen Gerald Allen, und so wurde nach genetischen Tests im Jahr 2010 eine neue Art der Gattung Hemiscyllium von der Küste (der Milne-Bay-Provinz) des östlichen Papua-Neuguinea  nach ihm benannt: der Leoparden-Epaulettenhai oder Milne-Bay-Epaulettenhai (Hemiscyllium michaeli).

Milne Bay epaulette shark (Hemiscyllium michaeli) (C) Scott W. Michael 2008

Wie die Mehrheit der anderen 8 Arten dieser Gattung der Art Hemiscylliidae (Bambushaie oder Lippenhaie) ist auch der bis zu 69,5 cm lange Milne-Bay-Epaulettenhai als potenziell gefährdet eingestuft, aufgrund seines kleinen Lebensraumes in flachen Korallenriffen vor der Küste, die Probleme mit Überhitzung, Überfischung und zerstörerischen Fischfang-Techniken wie Dynamitfischen haben. Zusätzlich leidet er stark unter der Zerstörung seinen Lebensraumes durch Verschmutzung, Vergiftung und Verschlammung von früherem Goldbergbau in der Region (Zyanit-Vergiftung, Wasserabfluss und direkte Einbringung von Abfällen) und von fortgesetztem Holzabbau und Palmöl-Plantagen. Die Herstellung und Nutzung von Palmöl gefährdet nicht nur unsere Luft, unser Erdreich, unsere Flora und Fauna, unsere Gesundheit und unsere Atmosphäre, sondern auch unsere Ozeane.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Breitflossenhai — 19. February 2018

Hai der Woche: Breitflossenhai

Eine andere Art von Requiemhaien ist der Breitflossenhai (Lamiopsis temminckii). Ausschließlich in flachen Gewässern vor Indien, China und Südostasien lebend, leidet er erheblich unter der Zerstörung seines Lebensraumes, Überfischung und Wasserverschmutzung. Das IUCN sieht diese Art als gefährdet an.

Breitflossenhai (Lamiopsis temminckii) aus der Erstbeschreibung von Müller & Henle
Lamiopsis temminckii by Müller & Henle – Systematische Beschreibung der Plagiostomen pl. 18, Gemeinfrei, Link

Wie fast alle anderen Requiemhaie ist der Breitflossenhai vivipar. 4 bis 8 Embryos ernähren sich zuerst von Dotter und später durch eine Plazentaverbindung. Nach etwa 8 Monaten werden sie mit einer Länge von 40 bis 60 cm geboren. Maximallänge ist 1,70 m.

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Indopazifischer Ammenhai — 27. November 2017

Hai der Woche: Indopazifischer Ammenhai

Der Indopazifische Ammenhai (Nebrius ferrugineus) ist ein friedlicher Hai der Familie Ammenhaie und lebt, wie der Name schon sagt, im Indik vom Roten Meer bis Südafrika und Indien und im westlichen Pazifik von Australien und Japan bis zu Südsee-Inseln. Er bewohnt flache Küstengewässer bis zu einer Tiefe von maximal 70 m über Korallenriffen. Er ist nachtaktiv und ernährt sich von kleinen Fischen, Korallen, Seeigeln, Seeschlangen, Krustentieren und besonders Tintenfischen, die er mit seinem kleinen Mund einsaugt.

Der weibliche Indopazifische Ammenhai ist ovovivipar. Die Embryos werden nach dem Entleeren ihres Dottersackes mit großen Eiern ernährt (Oophagie), sie konkurrieren um die Nahrung und essen vielleicht auch schwächere Geschwister (Kannibalismus) – jedenfalls überleben von ursprünglich bis zu 4 Embryos in jeder Gebärmutter meist nur einer. Die Jungen werden mit 40 to 80 cm Länge geboren und werden bis zu 3,20 m groß. Mit 250 cm (männlich) bzw. 230 bis 290 cm (weiblich) Länge werden sie erwachsen und verlieren ihre Flecken auf dem weißen Bauch. Sie sind von gelbbrauner Farbe (daher ihr englischer Name tawny nurse shark).

Auch wenn Indopazifische Ammenhaie meist sanft sind und dressiert werden können (auf einigen Südsee-Inseln sollen sogar Kinder auf ihnen reiten), werden sie wild und spucken, grunzen und beißen, wenn sie provoziert oder gefangen werden. Deshalb werden sie als Big-Game-Fisch von Hobbyanglern  aufs Korn genommen. Außer in Australien werden sie kommerziell für ihr Fleisch, Flossen, Haut und Leber-Öl gefischt (teilweise mit Sprengstoffen oder Giften) und für Aquarien gefangen. Auch werden sie von Tauchern belästigt und ihr Lebensraum wird oft zerstört. Deshalb werden sie von der IUCN weltweit als “gefährdet” angesehen.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Schwarzspitzen-Riffhai — 16. October 2017

Hai der Woche: Schwarzspitzen-Riffhai

Der Schwarzspitzen-Riffhai (Carcharhinus melanopterus – abgeleitet von melas = schwarz und pteron = Flügel oder Flosse (siehe Pterosaurier)) ist ein weiterer Requiemhai, der in Korallenriffen lebt. Er bewohnt küstennahe Gewässer des tropischen und subtropischen Indo-Pazifik von Südafrika bis Hawaii (hat sogar das östliche Mittelmeer durch den menschengemachten Suez-Kanal besiedelt) und bevorzugt seichtere Gewässer als seine Kollegen Grauer Riffhai und Weißspitzen-Riffhai. Ihre Kinderstuben (die Weibchen sind vivipar und bringen lebende Junge zu Welt, nachdem sie diese mit Dotter und über eine Plazenta-Verbindung ernährt haben) können so flach sein, dass die Jungen mit ihrer Rückenflosse aus dem Wasser ragend schwimmen müssen und aussehen “wie eine Flotte von Mini-Segelbooten” (Zitat von hier).

An expanse of clear water and white sand, and several sharks swimming with their black-tipped dorsal fins protruding above the water
Carcharhinus melanopterus by Leon Brocard from London, UK – PIMG_2915, CC BY 2.0, Link

Nicht nur Junge bevorzugen es, aus Schutzgründen in Gruppen zu bleiben, auch erwachsene Schwarzspitzen-Riffhaie bilden stabile Gruppen für soziale Zwecke und zur Jagd. Ihre Beute sind Fische, Krustentiere, Weichtiere und Tintenfische, aber auch Land- und Seeschlangen und sogar Ratten und Vögel. Sie haben große Augen mit einer reflektierenden tapetum lucidum wie eine Katze, was andeutet, dass sie nachts exzellent jagen können.

Wegen ihres extrem kleinen Reviers und ihrer hohen Standort-Treue sind Schwarzspitzen-Riffhaie anfällig für die Zerstörung ihres Lebensraumes und Fischereidruck (nur als Beifang bei kommerziellen Fischereien, aber gezielt von Kleinfischern für ihr Fleisch, Leber-Öl und Flossen, und auch von Sportfischern und für den Aquarienhandel). Ihre kleinen Würfe (nur 2 bis 5 Junge) und lange Tragzeit (bis zu 16 Monate) sind auch keine Hilfe. Sie werden als “potentiell gefährdet” von der IUCN angesehen. Normalerweise sind sie scheu und trotz ihrer Größe (typischerweise bis zu 1,6 m) keine Gefahr für den Menschen, aber manchmal beißen sie die Beine oder Füße von Watern, die in ihren Bereich eindringen, oder von Speer-Fischern für ihren Fang.

Quellen: hier, hier und hier

National Geographic: study about plastic waste| Studie über Plastik-Abfall — 7. October 2017

National Geographic: study about plastic waste| Studie über Plastik-Abfall

Mass production of plastics, which began just six decades ago, has accelerated so rapidly that it has created 8.3 billion metric tons … 6.3 billion metric tons has become plastic waste. (Half of all plastic manufactured becomes trash in less than a year)… Of that, only nine percent has been recycled.

via http://news.nationalgeographic.com/2017/07/plastic-produced-recycling-waste-ocean-trash-debris-environment/

And this recycling can make matters even worse: In China fleece are made of disposable water bottles from Germany (as part of the recycling quota) and sold back to Germany, where they pollute the waste water and lastly the sea with micro fibers (microbeads) due to cleaning and still end up as waste, but already broken down in small particles (instead of after 450 years like the original water bottle).
Waste minimisation instead of recycling, I say!


Die Massenproduktion von Kunststoff, die erst vor 6 Jahrzehnten begann, hat sich so rasant beschleunigt, dass sie 8,3 Milliarden metrische Tonnen erschaffen hat… 6,3 Milliarden metrische Tonnen davon sind zu Müll geworden (Die Hälfte alles hergestellten Kunststoffs wird innerhalb von weniger als einem Jahr zu Abfall)…Davon sind nur 9 Prozent recycled worden.

via http://news.nationalgeographic.com/2017/07/plastic-produced-recycling-waste-ocean-trash-debris-environment/

Und dieses Recycling kann alles noch schlimmer machen: In China werden aus Einweg-Wasserflaschen aus Deutschland (als Teil der Recycling-Quote) Fleece hergestellt und wieder nach Deutschland zurück verkauft, wo sie das Abwasser und letztlich das Meer mit Mikro-Fasern (Mikroplastik) beim Waschen verschmutzen und doch wieder als Abfall enden, aber schon in kleine Teilchen zersetzt (anstatt nach 450 Jahren wie die originale Wasserflasche).
Müllvermeidung anstelle von Recycling, sage ich!

Hai der Woche: Leopardenhai — 21. August 2017

Hai der Woche: Leopardenhai

Der Leopardenhai (Triakis semifasciata) ist ein wunderschöner Hai aus der Familie der Glatthaie (so genannt wegen ihrer wenigen Dentikeln) oder Marderhaie. Er lebt im nordöstlichen Pazifik in mehreren getrennten Populationen vor der Küste von Oregon bis Mexiko. Sie bevorzugen den Boden (sandig oder schlammig) in der Nähe von Felsen oder Kelpwäldern in 1 bis 90 m Tiefe.

View from above of two leopard sharks lying on the sand side-by-side
By nugunslinger from Lafayette, USofA – Leopard Sharks….NOT Tiger, CC BY 2.0, Link

Die weiblichen Leopardenhaie sind ovovipar und bringen nach einer Tragzeit von 12 Monaten 4 bis 29 lebende Junge zur Welt. Die 20 cm großen Jungen wachsen langsam, es dauert 10 Jahre, bis sie ausgewachsen sind. Männchen werden bis zu 2 m und Weibchen bis zu 1,80 m lang. Sie haben eine maximale Lebenserwartung von 30 Jahren.
Leopardenhaie bilden große Gruppen, auch zusammen mit anderen Haiarten. Sie suchen eher nach vergrabener Beute wie Krabben, Würmer und Muscheln als Fisch zu fressen. Da ihre Lebensräume oft von menschlichen Abwässern und Industrieabfällen bedroht werden, neigen sie dazu, Pestizide, PCBs und andere giftige Chemikalien in der Leber anzureichern.
Leopardenhaie werden als Gamefisch gefangen und kommerziell für ihr Fleisch gefischt. Sie sind oft in Aquarien zu sehen

Quellen: hier, hier und hier

ideas.ted.com: Vertical ocean farms that can feed us and help our seas| Vertikale Meeresfarmen, die uns ernähren können und unseren Meeren helfen — 30. July 2017

ideas.ted.com: Vertical ocean farms that can feed us and help our seas| Vertikale Meeresfarmen, die uns ernähren können und unseren Meeren helfen

Bren Smith wants to create thousands of decent jobs, transform how we harvest food from the oceans, and blunt the effects of climate change and marine degradation — all at the same time. His big idea: small-scale marine farms.

see Vertical ocean farms that can feed us and help our seas — ideas.ted.com


Bren Smith will tausende von ehrlichen Jobs schaffen, verändern wie wir Nahrung aus dem Meer holen, und die Effekte von Klimawandel und Meereszerstörung abmildern- alles zur gleichen Zeit. Seine große Idee: kleine Meeres-Farmen.

Siehe Vertical ocean farms that can feed us and help our seas — ideas.ted.com