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Hai der Woche: Schlanker Bambushai — 9. October 2017

Hai der Woche: Schlanker Bambushai

Der Schlanke Bambushai (Chiloscyllium indicum) ist ein verbreiteter Hai im Küstenbereich des tropischen westlichen Indo-Pazifik. Obwohl er seit 1789 bekannt ist und damit so lang wie sein Cousin Epaulettenhai, die einzige andere Art der Familie Bambushaie, die damals bekannt war, ist wenig über diesen kleinen (bis zu 65 cm langen) trägen bodenbewohnenden Hai bekannt.

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Chiloscyllium indicum by Tassapon KRAJANGDARA – http://www.fishbase.us/photos/thumbnailssummary.php?ID=5900#, CC BY 3.0, Link

Benannt nach seinem schlanken Körper und schlanken langen Schwanz, hat der Schlanke Bambushai ein Muster aus dunkleren Steifen und Punkten auf dem Rücken. Wie alle Bambushaie ist er ovipar, das bedeutet die Weibchen legen Eier. Jungtiere schlüpfen mit 13 cm, und Männchen sind mit 39 bis 42 cm und Weibchen mit 43 cm Länge erwachsen.

Der Schlanke Bambushai wird von der IUCN als potenziell gefährdet eingestuft, weil er voraussichtlich durch Überfischung (in Indien, Sri Lanka und Thailand wird er regelmäßig für sein Fleisch gefangen), zerstörerische Fischereipraktiken und Veränderung des Lebensraumes, inklusive der Schädigung und Zerstörung von Korallenriffen in den meisten Teilen seines Bereiches, gefährdet ist.

Quellen: hier und hier

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Hai der Woche: Silberspitzenhai — 2. October 2017

Hai der Woche: Silberspitzenhai

Der Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus), obwohl leicht erkennbar wegen seiner namensgebenden weißen Ränder an allen Flossen (auch an den Brustflossen, anders als alle anderen “Weißspitzen”-Haiarten), wird of mit seinem kleineren Bruder Grauer Riffhai verwechselt. Beides sind Requiemhaie und können über oder in der Nähe von Korallenriffen im tropischen Indischen oder Pazifischen Ozean gefunden werden. Sie sind bekannt dafür, gemischte Ansammlungen zu bilden, und legen beide (leicht verschiedene) rituelle Drohverhalten (treat display) an den Tag, um Bedrohungen (wie andere Haie oder Taucher) zu verjagen und ihre Privatzone zu schützen. Der Scheinangriff  eines bis zu 3 m großen Silberspitzenhai (wie hier beschrieben) erinnert mich an männliche Gorillas. Während es aggressiv erscheint, betrachte ich es doch als defensives Verhalten. Es ist bemerkenswert, dass sie lieber fliehen oder wegscheuchen anstatt anzugreifen, wobei sie wegen ihrer Größe meistens siegen würden.

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Silvertip shark, Image taken by Clark Anderson/Aquaimages – Originaly uploaded to the english wikipedia, Image:0979 aquaimages.jpg, CC BY-SA 2.5, Link

Wie alle anderen Requiemhaie sind Silberspitzenhaie vivipar. Weibchen bringen alle zwei Jahre Würfe von ungefähr 5 Jungen nach einer Tragzeit von ca. einem Jahr zur Welt. Sie wachsen langsam und sind mit ca. 2 m Länge nach 20 Jahren erwachsen.

Silberspitzenhaie werden in direkten Hai-Fischereien, als Beifang und durch illegale Praktiken (IUU) gefangen, meistens für ihre Flossen und ihr Fleisch, aber auch für Knorpel, Leber, Zähne, Kiefer und Haut. Das führt dazu, dass sie in Gebieten wie Scott Reef vor Nordaustralien durch Indonesische Fischer ausgerottet sind. Deshalb betrachtet die IUCN sie als “gefährdet“. Es gibt jedoch keine artspezifischen Schutzmaßnahmen.

Trotz ihres neugierigen und aggressiven Verhaltens (siehe oben) und obwohl sie in der Lage sind (wegen ihrer Zähne, Größe und Stärke), sich mit großer Beute anzulegen, sind Silberspitzenhaie nicht bekannt dafür Menschen anzugreifen. Die ISAF hat nur 4 provozierte, nicht-tödliche Angriffe unter dieser Art verzeichnet.

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Glattzahn-Schwarzspitzenhai — 11. September 2017

Hai der Woche: Glattzahn-Schwarzspitzenhai

Was haben der Glattzahn-Schwarzspitzenhai (Carcharhinus leiodon) und der Australische Schwarzspitzenhai gemeinsam? Nun, offensichtlich sind beides Haie mit schwarzen Flossenspitzen. Diese beiden Arten aus der Familie der Requiemhaie sehen sich auch sonst ähnlich und haben einen eng begrenzten Lebensraum: der erstere ist nur vor der Arabische Halbinsel, der zweite vor der Küste Nordaustraliens zu finden. Und sie sind eng miteinander verwandt, wie genetische Tests zeigen. Wie kann das sein?
Der Schlüssel könnten weitere enge Verwandte sein, die die Lebensräume beider Arten miteinander verbinden: der im gesamten Indo-Pazifik lebende Grazile Hai und der tropische Gewässer weltweit bewohnende Kleine Schwarzspitzenhai.

C. leiodon
By Moore et. al. 2012 – Moore et. al. 2012 New biological data on the rare, threatened shark Carcharhinus leiodon (Carcharhinidae) from the Persian Gulf and Arabian Sea, CC BY-SA 2.5, Link

Der Glattzahn-Schwarzspitzenhai ist extrem selten. Erst gab es nur ein Exemplar, das 1902 vor Yemen gefunden wurde, doch 2008 wurden noch einige auf Fischmärkten in Kuwait entdeckt. Seitdem weiß man, dass sie mindestens 1,2 m lang werden. Ihre namensgebenden Zähne haben schmale, glatte Spitzen, wie sie nur noch Feinzahnhaie und junge Spinnerhaie haben.
Die IUCN hatte den Glattzahn-Schwarzspitzenhai vor 2008 als gefährdet eingestuft. Das könnte sich mit den zusätzlichen Funden ändern. Oder auch nicht, denn sein eng begrenzter Lebensraum ist stark von Fischereidruck und Zerstörung betroffen

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Speerzahnhai — 4. September 2017

Hai der Woche: Speerzahnhai

Der Speerzahnhai (Glyphis glyphis), auch als Bizant-Flusshai oder Queensland-Flusshai bekannt, ist ein Mitglied der Familie Requiemhaie. Wie der Gangeshai, lebt dieser Flusshai nicht nur in Flüssen sondern auch im Meer. Es scheint, dass Flüsse im nördlichen Australien und Neu-Guinea seine Kinderstuben sind, weil dort neugeborene und jugendliche Haie gefunden wurden. Sie bleiben mehrere Jahre dort (ändern ihren Standort nur je nach Gezeiten und Salzgehalt), aber vor 2015 wurden keine erwachsenen Exemplare gefunden. Nun weiß man, dass diese Art sich auch in Flüssen paart, aber auch in küstennahen Meeresgewässern lebt.

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Speartooth shark by Bill Harrison from Wellington, New Zealand – Shark attack, CC BY 2.0, Link

Speerzahnhaie sind nach der Form ihrer Zähne im Unterkiefer benannt: sie scheinen mit einem Speer gekrönt zu sein. Weibchen sind vivipar (der Dottersack entwickelt sich zu einer Plazenta-Verbindung) und bringen alle 2 Jahre bis zu 6 lebende Junge zur Welt. Die Neugeborenen sind 50 bis 59 cm lang und wachsen ungefähr 19 cm im Jahr. Erwachsene Haie werden bis zu 2,6 m lang.

Trotz ihrer Größe sind Speerzahnhaie keine Gefahr für den Menschen. Sie sind extrem selten, werden aber unabsichtlich (als Beifang) von kommerziellen, handwerklichen und Freizeit-Fischern gefangen und leiden zusätzlich unter der Zerstörung ihrer Lebensraums. Folglich werden sie von der IUCN als Stark gefährdet angesehen. Sogar als Vom Aussterben bedroht im 1999 Commonwealth Environment Protection and Biodiversity Conservation Gesetz (aber weil Commonwealth-Schutz erst ab einem Abstand von 3 Nautischen Meilen vom Ufer entfernt gilt, was höchstwahrscheinlich außerhalb des Bereiches dieses Haies ist, nützt das nichts). Leider gibt es keinerlei Beschränkungen für den Fang dieser Art in Neu-Guinea, und in Australien muss ein Management-Plan erst noch beschlossen werden. In zwei Australischen Nationalparks sind sie etwas vor der Veränderung ihres Lebensraumes geschützt, aber nicht vor dem Gefangenwerden.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Grauer Riffhai — 28. August 2017

Hai der Woche: Grauer Riffhai

Der Graue Riffhai (Carcharhinus amblyrhynchos) ist eine häufige Art der Requiemhaie, die im Indo-Pazifik und im Roten Meer heimisch ist. Er ist ein Stubenhocker (aber nicht territorial gegenüber anderen Grauen Riffhaien) und bleibt meistens im flachen Gewässer in der Nähe des Abhangs seines Korallenriffs. Er hat die typische “Riffhai”-Körperform mit einer breiten, runden Schnauze und großen Augen. Sein Körper ist grau von oben und weiss von unten mit dunklen bis schwarzen Flossenspitzen, wird aber mit der Zeit immer dunkler, weil er im flachen Wasser von der Sonne gebräunt wird. Er ist sozial und bildet Gruppen mit anderen Grauen Riffhaien.

Photo of long-finned shark, swimming
Grey reef shark by CRED/PIFSC, NOAA – http://noaacred.blogspot.com/2009/03/one-fish-two-fish-fish-team-at-wake.html, Public Domain, Link

Weibliche Graue Riffhaie sind vivipar (die Embryos ernähren sich zuerst von Dotter und später durch eine Plazenta-Verbindung) und bringen alle 2 Jahre ein bis sechs lebende Junge zur Welt. Diese sind 45 bis 60 cm lang und werden mit ca. 7 Jahren (11 Jahren am Great Barrier Korallenriff) erwachsen, wenn sie zwischen 1,30 und 1,50 m (Männchen) oder 1,20 und 1,40 m lang sind (Weibchen). Sie leben bis zu 25 Jahre lang.
Normalerweise eine Länge von 1,90 m erreichend (obwohl 2,60 m lange Exemplare gefunden wurden), ist der Graue Riffhai nicht der größte Hai im Riff. Aber er ist berühmt für sein Drohverhalten (thread display), was dafür gedacht ist, sogar grössere Feinde und Konkurrenten vom Näherkommen abzuhalten, um unnötige Kämpfe und dadurch mögliche Verletzungen zu vermeiden.

 

Drawings showing threatening and nonthreatening postures from front and side underlain with a line that is jagged and red on the left and gently curving and blue on the right
By Chris Huh (English Wikipedia user) – English Wikipedia, CC BY-SA 3.0, Link

Es funktioniert z.B. bei Hammerhaien und Muränen und sollte auch bei Tauchern wirken. Aber da eine solche Form von Kommunikation zwischen verschiedenen Arten für uns Menschen kompliziert ist (wir wissen, was ein Hund meint, wenn er knurrt und die Zähne fletscht, aber wir sprechen kein Haiisch), und der Graue Riffhai, wenn nötig, seinen Worten auch Taten folgen lässt, gibt es mehrere Berichte von Haiangriffen durch Graue Riffhaie (zum Glück nicht tödliche, da sie in der Lage sind, erhebliche Schäden zu verursachen, z.B. an Submersibles). Die IUCN betrachtet den Grauen Riffhai als potenziell gefährdet wegen seiner geringen Fortpflanzungsrate, seiner Standorttreue und der Zerstörung seines Lebensraumes, aber auch wegen des großen Fischereidruckes (für sein Fleisch und die Flossen). Am Great Barrier Korallenriff ging der Bestand um 97 Prozent zurück, in Fischerei- und Nicht-Fischereigebieten gleichermaßen, im Vergleich zu komplett geschützten (no-entry) Zonen, was darauf hinweist, dass Wilderei ein großes Problem ist.

Quellen: hier, hier und hier

Scientific American Blog Network: 30 Percent of Sharks, Rays and Related Species at Risk of Extinction | 30% der Haie, Rochen und verwandten Arten sind vom Aussterben bedroht — 16. August 2017
Hai der Woche: Dolchnasenhai — 14. August 2017

Hai der Woche: Dolchnasenhai

Die Gattung Isogomphodon der Requiemhaie besteht aus nur einer lebenden Art, aber es scheint so, als ob der Dolchnasenhai (Isogomphodon oxyrhynchus), bekannt seit 1839, bald das Schicksal seiner ausgestorbenen Schwesternart Isogomphodon acuarius teilen wird.

Systematische Beschreibung der Plagiostomen (Plate 15) BHL6353140.jpg
Von Henle, Jacob; Müller, Johannes – http://www.biodiversitylibrary.org/pageimage/6353140, Gemeinfrei, Link

Weibliche Dolchnasenhaie sind vivipar (Plazentaverbindung, nachdem der Dottersack des Embryos aufgebraucht ist) und bringen alle 2 Jahre 2 bis 8 lebende Junge in Kinderstuben zur Welt. Neugeborenen Haie sind 38 bis 43 cm lang. Männchen werden mit 5–6 Jahren und Weibchen mit 6–7 Jahren erwachsen und erreichen bis zu 12 Jahre und 1,4 m (Männchen) bzw. 20 Jahre und 1,6 m (Weibchen).

Der Dolchnasenhai lebt ausschließlich in Küstengewässern (nicht Flüssen, weil er Süßwasser nicht verträgt) des Westatlantik vor der Küste von Trinidad, Guyana, Suriname, Französisch-Guyana und dem nördlichen Brasilien. Er ist hoch-spezialisiert (winzige Augen, aber eine vergrößerte Schnauze um richtig die Elektro-Rezeption zu nutzen, viele schmale spitze Zähne -die meisten Zähne aller Requiemhaie- um eine Reuse zu bilden), um kleine Schwarmfische in trübem Wasser zu fangen. Weil die Menschen die gleichen Fische aufs Korn nehmen, zieht der Hai den Kürzeren – als Beifang in Treibnetzen (aber auch durch gezielte Haifisch-Fischerei) gefangen, wird er als Ergebnis durch die IUCN seit 2006 als akut vom Aussterben bedroht eingestuft. Zwischen 1992 und 2002 hat er einen sehr großen Bestandsrückgang erfahren (was sich in mehr als 90% weniger Fängen zeigt), und mehr noch, hauptsächlich heranwachsende Haie wurden in den Netzen gefunden. Und es kann seitdem noch schlimmer geworden sein. Es gibt einfach keine neuen Daten zu Dolchnasenhaien, nicht mangels Mühe sondern Exemplaren, was bedeutet, dass (obwohl sie seit 2006 in Brasilien gesetzlich geschützt sind, was aber nicht viel nützt wenn es nicht durchgesetzt wird) ihre Fortpflanzung zusammenbricht und sie auf der Schwelle zum Aussterben sind.

Quellen: hier, hier und hier

ideas.ted.com: Vertical ocean farms that can feed us and help our seas| Vertikale Meeresfarmen, die uns ernähren können und unseren Meeren helfen — 30. July 2017

ideas.ted.com: Vertical ocean farms that can feed us and help our seas| Vertikale Meeresfarmen, die uns ernähren können und unseren Meeren helfen

Bren Smith wants to create thousands of decent jobs, transform how we harvest food from the oceans, and blunt the effects of climate change and marine degradation — all at the same time. His big idea: small-scale marine farms.

see Vertical ocean farms that can feed us and help our seas — ideas.ted.com


Bren Smith will tausende von ehrlichen Jobs schaffen, verändern wie wir Nahrung aus dem Meer holen, und die Effekte von Klimawandel und Meereszerstörung abmildern- alles zur gleichen Zeit. Seine große Idee: kleine Meeres-Farmen.

Siehe Vertical ocean farms that can feed us and help our seas — ideas.ted.com

Hai der Woche: Borneohai — 24. July 2017

Hai der Woche: Borneohai

Eine Haiart, die von der IUCN als gefährdet angesehen wurde, war möglicherweise fast ausgestorben, weil sie seit 1937 nicht mehr registriert wurde und nur 5 bestätigte Exemplare bekannt waren. Aber im Jahr 2004 wurden mehrere Exemplare des Borneohais (Carcharhinus borneensis) von Wissenschaftlern auf Fischmärkten wiedergefunden (genauso wie der Indonesische Teppichhai), was bisher nie dagewesene Bilder ermöglichte, wie Farbbilder (von frischen Exemplaren anstelle von konservierten) oder Bilder ihrer vergrößerten Dentikel.

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Denticles borneo shark – By William Toby White i Pieter Last – White, W.T.; Last, P.R.; Lim, A.P.K.. Rediscovery of the rare and endangered Borneo Shark Carcharhinus borneensis (Bleeker, 1858) (Carcharhiniformes: Carcharhinidae), 2010. CSIRO Marine and Atmospheric Research, CC BY 3.0, Link

Der Borneohai hat einen schlanken Körper mit einer langen, spitzen Schnauze, eher großen runden Augen mit einer Nickhaut (einem dritten, transparenten Augenlid) und schrägen, schlitzartigen Nasenlöchern. Einmalig ist die Reihe von vergrößerten Poren über ihren Mundwinkeln. Wie viele Requiemhaie ist er vivipar mit bis zu 6 Embryonen, die durch die Mutter per Plazenta-Verbindung aus dem entleerten Dottersack versorgt und lebend mit einer Länge von 24 bis 28 cm geboren werden. Mit rund 55 bis 58 cm (Männchen) und 61 bis 65 cm (Weibchen) erwachsen werdend, ist der Borneohai ein eher kleiner Hai (das größte bekannte Exemplar misst 65 cm Länge).

Früher lebte der Borneohai in flachen Küstengewässern des Indo-Westpazifik vor Borneo, China und eventuell Java. Heute lebt er möglicherweise ausschließlich in der Mündung des Flusses Mukah in Malaysia, wo er wegen des hohen Fischerei-Druckes in großer Gefahr schwebt.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Carcharhinus tjutjot — 17. July 2017

Hai der Woche: Carcharhinus tjutjot

Der Carcharhinus tjutjot (manchmal auf Englisch auch als Indonesian whaler shark bekannt) ist eine wenig bekannte Art der Requiemhaie. Es ist kein Bild dieser Art zu finden, aber, weil sie bis 2012 mit heranwachsenden Weißwangenhaien verwechselt wurde, muss sie ihnen sehr ähnlich sehen.

Nach einem der Indonesischen Worte für Hai benannt, lebt der Carcharhinus tjutjot in flachen Küstengewässern (bis zu 100 m tief) des Südschinesischen Meeres vor Indonesien, Taiwan und Borneo. Diese kleine Haiart (bis zu 93 cm lang) ist, wie alle Requiemhaie, ovovivipar: es wurden 2 fast voll entwickelte Embryos von 27,9 cm Länge innerhalb eines schwangeren Weibchens gefunden.

Es ist noch keine Einstufung auf der IUCN Roten Liste verfügbar, aber, da der ähnliche Weißwangenhai in seinen asiatischen Lebensräumen vor den Ausrottung steht, muss das Risiko für den Carcharhinus tjutjot ebenso hoch sein, insbesondere weil dieser keine kontrollierte australische Unterart wie sein Verwandter besitzt.

Quellen: hier und hier