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Hai der Woche: Schlanker Bambushai — 9. October 2017

Hai der Woche: Schlanker Bambushai

Der Schlanke Bambushai (Chiloscyllium indicum) ist ein verbreiteter Hai im Küstenbereich des tropischen westlichen Indo-Pazifik. Obwohl er seit 1789 bekannt ist und damit so lang wie sein Cousin Epaulettenhai, die einzige andere Art der Familie Bambushaie, die damals bekannt war, ist wenig über diesen kleinen (bis zu 65 cm langen) trägen bodenbewohnenden Hai bekannt.

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Chiloscyllium indicum by Tassapon KRAJANGDARA – http://www.fishbase.us/photos/thumbnailssummary.php?ID=5900#, CC BY 3.0, Link

Benannt nach seinem schlanken Körper und schlanken langen Schwanz, hat der Schlanke Bambushai ein Muster aus dunkleren Steifen und Punkten auf dem Rücken. Wie alle Bambushaie ist er ovipar, das bedeutet die Weibchen legen Eier. Jungtiere schlüpfen mit 13 cm, und Männchen sind mit 39 bis 42 cm und Weibchen mit 43 cm Länge erwachsen.

Der Schlanke Bambushai wird von der IUCN als potenziell gefährdet eingestuft, weil er voraussichtlich durch Überfischung (in Indien, Sri Lanka und Thailand wird er regelmäßig für sein Fleisch gefangen), zerstörerische Fischereipraktiken und Veränderung des Lebensraumes, inklusive der Schädigung und Zerstörung von Korallenriffen in den meisten Teilen seines Bereiches, gefährdet ist.

Quellen: hier und hier

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National Geographic: study about plastic waste| Studie über Plastik-Abfall — 7. October 2017

National Geographic: study about plastic waste| Studie über Plastik-Abfall

Mass production of plastics, which began just six decades ago, has accelerated so rapidly that it has created 8.3 billion metric tons … 6.3 billion metric tons has become plastic waste. (Half of all plastic manufactured becomes trash in less than a year)… Of that, only nine percent has been recycled.

via http://news.nationalgeographic.com/2017/07/plastic-produced-recycling-waste-ocean-trash-debris-environment/

And this recycling can make matters even worse: In China fleece are made of disposable water bottles from Germany (as part of the recycling quota) and sold back to Germany, where they pollute the waste water and lastly the sea with micro fibers (microbeads) due to cleaning and still end up as waste, but already broken down in small particles (instead of after 450 years like the original water bottle).
Waste minimisation instead of recycling, I say!


Die Massenproduktion von Kunststoff, die erst vor 6 Jahrzehnten begann, hat sich so rasant beschleunigt, dass sie 8,3 Milliarden metrische Tonnen erschaffen hat… 6,3 Milliarden metrische Tonnen davon sind zu Müll geworden (Die Hälfte alles hergestellten Kunststoffs wird innerhalb von weniger als einem Jahr zu Abfall)…Davon sind nur 9 Prozent recycled worden.

via http://news.nationalgeographic.com/2017/07/plastic-produced-recycling-waste-ocean-trash-debris-environment/

Und dieses Recycling kann alles noch schlimmer machen: In China werden aus Einweg-Wasserflaschen aus Deutschland (als Teil der Recycling-Quote) Fleece hergestellt und wieder nach Deutschland zurück verkauft, wo sie das Abwasser und letztlich das Meer mit Mikro-Fasern (Mikroplastik) beim Waschen verschmutzen und doch wieder als Abfall enden, aber schon in kleine Teilchen zersetzt (anstatt nach 450 Jahren wie die originale Wasserflasche).
Müllvermeidung anstelle von Recycling, sage ich!

Hai der Woche: Silberspitzenhai — 2. October 2017

Hai der Woche: Silberspitzenhai

Der Silberspitzenhai (Carcharhinus albimarginatus), obwohl leicht erkennbar wegen seiner namensgebenden weißen Ränder an allen Flossen (auch an den Brustflossen, anders als alle anderen “Weißspitzen”-Haiarten), wird of mit seinem kleineren Bruder Grauer Riffhai verwechselt. Beides sind Requiemhaie und können über oder in der Nähe von Korallenriffen im tropischen Indischen oder Pazifischen Ozean gefunden werden. Sie sind bekannt dafür, gemischte Ansammlungen zu bilden, und legen beide (leicht verschiedene) rituelle Drohverhalten (treat display) an den Tag, um Bedrohungen (wie andere Haie oder Taucher) zu verjagen und ihre Privatzone zu schützen. Der Scheinangriff  eines bis zu 3 m großen Silberspitzenhai (wie hier beschrieben) erinnert mich an männliche Gorillas. Während es aggressiv erscheint, betrachte ich es doch als defensives Verhalten. Es ist bemerkenswert, dass sie lieber fliehen oder wegscheuchen anstatt anzugreifen, wobei sie wegen ihrer Größe meistens siegen würden.

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Silvertip shark, Image taken by Clark Anderson/Aquaimages – Originaly uploaded to the english wikipedia, Image:0979 aquaimages.jpg, CC BY-SA 2.5, Link

Wie alle anderen Requiemhaie sind Silberspitzenhaie vivipar. Weibchen bringen alle zwei Jahre Würfe von ungefähr 5 Jungen nach einer Tragzeit von ca. einem Jahr zur Welt. Sie wachsen langsam und sind mit ca. 2 m Länge nach 20 Jahren erwachsen.

Silberspitzenhaie werden in direkten Hai-Fischereien, als Beifang und durch illegale Praktiken (IUU) gefangen, meistens für ihre Flossen und ihr Fleisch, aber auch für Knorpel, Leber, Zähne, Kiefer und Haut. Das führt dazu, dass sie in Gebieten wie Scott Reef vor Nordaustralien durch Indonesische Fischer ausgerottet sind. Deshalb betrachtet die IUCN sie als “gefährdet“. Es gibt jedoch keine artspezifischen Schutzmaßnahmen.

Trotz ihres neugierigen und aggressiven Verhaltens (siehe oben) und obwohl sie in der Lage sind (wegen ihrer Zähne, Größe und Stärke), sich mit großer Beute anzulegen, sind Silberspitzenhaie nicht bekannt dafür Menschen anzugreifen. Die ISAF hat nur 4 provozierte, nicht-tödliche Angriffe unter dieser Art verzeichnet.

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Ornament-Teppichhai — 25. September 2017

Hai der Woche: Ornament-Teppichhai

Eine von vielen Haiarten, die ausschließlich vor Australien leben, ist der Ornament-Teppichhai (Orectolobus ornatus). Diese Art der Teppichhaie ist nur bis zu 1,17 m lang und wurde bis 2006 mit heranwachsenden  Gebänderten Teppichhaien (Orectolobus halei) verwechselt.

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Banded wobbegong (Orectolobus ornatus) at the Great Barrier Reef, Queensland by Andrew J. Green / Reef Life Survey – http://fishesofaustralia.net.au/home/species/1976, CC-BY 4.0, Link

Ornament-Teppichhaie sind ovovivipar. Alle 3 Jahre werden um die 9 lebende Junge mit einer Größe von 20 cm geboren. Die Tragzeit beträgt nur 10 bis 11 Monate, aber die Follikel brauchen zwei Jahre zum Wachsen vor dem Eisprung.

Weil sie mit einer Länge von ca. 80 cm erwachsen werden, bewirken Schutzmaßnahmen für Jugendliche der größeren Art Gebänderte Teppichhaie (eine minimale Fang-Größe von 1,80 m), die zwischen 2008 und 2013 angewendet wurden, tatsächlich einen Schutz von Ornament-Teppichhaien aller Größen und erlaubten eine Erholung der Bestände. Es gibt gegenwärtig Management-Regeln für kommerzielle Teppichhai-Fischereien (wo sie als Beifang oder für ihr Fleisch für Fisch-und-Chips und für ihre Haut für Leder gefangen werden), und eine Besitzgrenze für Freizeitfischer von einem Hai in Queensland und null Haien in New South Wales. Deshalb betrachtet die IUCN seit 2015 den Ornament-Teppichhai als “nicht gefährdet” (nach “potenziell gefährdet” im Jahr 2009).

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Großnasenhai — 18. September 2017

Hai der Woche: Großnasenhai

Es gibt Haie wie der Glattzahn-Schwarzspitzenhai von letzter Woche, die sehr selten sind. Es ist verständlich, dass über diese Arten nicht viele Daten verfügbar sind, und die IUCN entscheiden muss, ob sie deshalb als  gefährdet oder “nur” als mit ungenügender Datengrundlage angesehen werden.

Ein Taxon hat eine ungenügende Datengrundlage, wenn es ungenügende Informationen gibt, um eine direkte oder indirekte Einschätzung ihres Aussterberisikos aufgrund ihrer Verteilung oder ihres Bestands zu treffen. Ein Taxon in dieser Kategorie kann durchaus gut studiert sein oder eine wohlbekannte Biologie haben, aber es fehlt an geeigneten Daten über ihre Häufigkeit und/oder ihre Verteilung. Mit ungenügender Datengrundlage ist also keine Gefährdungskategorie. Die Einstufung von Taxa in dieser Kategorie zeigt an, dass mehr Informationen erforderlich sind, und räumt die Möglichkeit ein, dass zukünftige Forschung zeigen wird dass eine Gefährdungskategorie angemessen ist. Es ist wichtig, positiven Nutzen aus den wenigen vorhandenen Daten zu ziehen. In vielen Fällen sollte sehr sorgfältig zwischen einem DD und gefährdeten Status abgewogen werden. (Quelle)

Dann gibt es diese Art von Requiemhaien namens Großnasenhai (Carcharhinus altimus), die wohlbekannt und weltweit über dem äußeren Rand des Kontinentalsockels in tropischen und warmen Gewässern verbreitet ist, die auch als mit ungenügender Datengrundlage angesehen wird. Wie ist das möglich? Die IUCN vermutet, dass “das gesamte Fangvolumen, das zu ICCAT gemeldet wird, nicht der wirklichen totalen Entnahme dieses Haies entspricht, und dass die Daten auch sehr begrenzt sind in Bezug auf die Verteilung des Fanges nach Größe, Alter und Geschlecht der Haie.”

Der Großnasenhai ist, wie alle Requiemhaie, vivipar. Während der 10-monatigen Tragzeit werden die 3 bis 15 Embryos zuerst von Dotter und später von einer Plazenta-Verbindung ernährt. Sie können von zwei oder mehr Vätern stammen. Mit einer Länge von 70 bis 90 cm geboren, bleiben die jungen Haie erst mal in ihren Kinderstuben in Tiefen von ungefähr 25 m, aber im Allgemeinen bevorzugt der Großnasenhai tiefere Gewässer.

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Carcharhinus altimus by NOAA – http://www.oceanexplorer.noaa.gov/explorations/05coralbanks/logs/oct17/media/bignoseshark_600.html, Public Domain, Link

Großnasenhaie wandern sehr stark: saisonal (Distanzen zwischen 1 600 und 3 200 km), aber auch täglich in vertikaler Richtung. Am Tag dicht über dem Meeresgrund in 90 bis 430 m Tiefe schwimmend, bewegen sie sich nachts aufwärts oder näher zur Küste heran.

Männchen werden mit einer Länge von 2,2 m und Weibchen mit 2,3 m erwachsen. Diese Art kann möglicherweise bis zu 3 m lang werden. Trotz ihrer Größe sind Großnasenhaie keine Gefahr für den Menschen. Sie werden weltweit als Beifang der Stellnetz-, Grundschleppnetz- und Tiefsee-Longlinen-Fischerei gefangen und für ihr Fleisch und ihre Flossen oder zur Herstellung von Leber-Öl, Chagrin (Haifischleder) und Fischmehl genutzt. Durch den hohen Fischereidruck, zum Beispiel im nordwestlichen Atlantik (wo sie regional als potenziell gefährdet gelten) in internationalen Gewässern und um die Malediven herum, ist ihre Lage besorgniserregend, und Datensammlung und ein vorbeugendes und adaptives gemeinschaftliches Management sollte Priorität haben. Großnasenhaie werden regional in Australischen Gewässern als nicht gefährdet eingeschätzt, und sind in USA-Gewässern geschützt.

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Glattzahn-Schwarzspitzenhai — 11. September 2017

Hai der Woche: Glattzahn-Schwarzspitzenhai

Was haben der Glattzahn-Schwarzspitzenhai (Carcharhinus leiodon) und der Australische Schwarzspitzenhai gemeinsam? Nun, offensichtlich sind beides Haie mit schwarzen Flossenspitzen. Diese beiden Arten aus der Familie der Requiemhaie sehen sich auch sonst ähnlich und haben einen eng begrenzten Lebensraum: der erstere ist nur vor der Arabische Halbinsel, der zweite vor der Küste Nordaustraliens zu finden. Und sie sind eng miteinander verwandt, wie genetische Tests zeigen. Wie kann das sein?
Der Schlüssel könnten weitere enge Verwandte sein, die die Lebensräume beider Arten miteinander verbinden: der im gesamten Indo-Pazifik lebende Grazile Hai und der tropische Gewässer weltweit bewohnende Kleine Schwarzspitzenhai.

C. leiodon
By Moore et. al. 2012 – Moore et. al. 2012 New biological data on the rare, threatened shark Carcharhinus leiodon (Carcharhinidae) from the Persian Gulf and Arabian Sea, CC BY-SA 2.5, Link

Der Glattzahn-Schwarzspitzenhai ist extrem selten. Erst gab es nur ein Exemplar, das 1902 vor Yemen gefunden wurde, doch 2008 wurden noch einige auf Fischmärkten in Kuwait entdeckt. Seitdem weiß man, dass sie mindestens 1,2 m lang werden. Ihre namensgebenden Zähne haben schmale, glatte Spitzen, wie sie nur noch Feinzahnhaie und junge Spinnerhaie haben.
Die IUCN hatte den Glattzahn-Schwarzspitzenhai vor 2008 als gefährdet eingestuft. Das könnte sich mit den zusätzlichen Funden ändern. Oder auch nicht, denn sein eng begrenzter Lebensraum ist stark von Fischereidruck und Zerstörung betroffen

Quellen: hier und hier

Hai der Woche: Speerzahnhai — 4. September 2017

Hai der Woche: Speerzahnhai

Der Speerzahnhai (Glyphis glyphis), auch als Bizant-Flusshai oder Queensland-Flusshai bekannt, ist ein Mitglied der Familie Requiemhaie. Wie der Gangeshai, lebt dieser Flusshai nicht nur in Flüssen sondern auch im Meer. Es scheint, dass Flüsse im nördlichen Australien und Neu-Guinea seine Kinderstuben sind, weil dort neugeborene und jugendliche Haie gefunden wurden. Sie bleiben mehrere Jahre dort (ändern ihren Standort nur je nach Gezeiten und Salzgehalt), aber vor 2015 wurden keine erwachsenen Exemplare gefunden. Nun weiß man, dass diese Art sich auch in Flüssen paart, aber auch in küstennahen Meeresgewässern lebt.

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Speartooth shark by Bill Harrison from Wellington, New Zealand – Shark attack, CC BY 2.0, Link

Speerzahnhaie sind nach der Form ihrer Zähne im Unterkiefer benannt: sie scheinen mit einem Speer gekrönt zu sein. Weibchen sind vivipar (der Dottersack entwickelt sich zu einer Plazenta-Verbindung) und bringen alle 2 Jahre bis zu 6 lebende Junge zur Welt. Die Neugeborenen sind 50 bis 59 cm lang und wachsen ungefähr 19 cm im Jahr. Erwachsene Haie werden bis zu 2,6 m lang.

Trotz ihrer Größe sind Speerzahnhaie keine Gefahr für den Menschen. Sie sind extrem selten, werden aber unabsichtlich (als Beifang) von kommerziellen, handwerklichen und Freizeit-Fischern gefangen und leiden zusätzlich unter der Zerstörung ihrer Lebensraums. Folglich werden sie von der IUCN als Stark gefährdet angesehen. Sogar als Vom Aussterben bedroht im 1999 Commonwealth Environment Protection and Biodiversity Conservation Gesetz (aber weil Commonwealth-Schutz erst ab einem Abstand von 3 Nautischen Meilen vom Ufer entfernt gilt, was höchstwahrscheinlich außerhalb des Bereiches dieses Haies ist, nützt das nichts). Leider gibt es keinerlei Beschränkungen für den Fang dieser Art in Neu-Guinea, und in Australien muss ein Management-Plan erst noch beschlossen werden. In zwei Australischen Nationalparks sind sie etwas vor der Veränderung ihres Lebensraumes geschützt, aber nicht vor dem Gefangenwerden.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Grauer Riffhai — 28. August 2017

Hai der Woche: Grauer Riffhai

Der Graue Riffhai (Carcharhinus amblyrhynchos) ist eine häufige Art der Requiemhaie, die im Indo-Pazifik und im Roten Meer heimisch ist. Er ist ein Stubenhocker (aber nicht territorial gegenüber anderen Grauen Riffhaien) und bleibt meistens im flachen Gewässer in der Nähe des Abhangs seines Korallenriffs. Er hat die typische “Riffhai”-Körperform mit einer breiten, runden Schnauze und großen Augen. Sein Körper ist grau von oben und weiss von unten mit dunklen bis schwarzen Flossenspitzen, wird aber mit der Zeit immer dunkler, weil er im flachen Wasser von der Sonne gebräunt wird. Er ist sozial und bildet Gruppen mit anderen Grauen Riffhaien.

Photo of long-finned shark, swimming
Grey reef shark by CRED/PIFSC, NOAA – http://noaacred.blogspot.com/2009/03/one-fish-two-fish-fish-team-at-wake.html, Public Domain, Link

Weibliche Graue Riffhaie sind vivipar (die Embryos ernähren sich zuerst von Dotter und später durch eine Plazenta-Verbindung) und bringen alle 2 Jahre ein bis sechs lebende Junge zur Welt. Diese sind 45 bis 60 cm lang und werden mit ca. 7 Jahren (11 Jahren am Great Barrier Korallenriff) erwachsen, wenn sie zwischen 1,30 und 1,50 m (Männchen) oder 1,20 und 1,40 m lang sind (Weibchen). Sie leben bis zu 25 Jahre lang.
Normalerweise eine Länge von 1,90 m erreichend (obwohl 2,60 m lange Exemplare gefunden wurden), ist der Graue Riffhai nicht der größte Hai im Riff. Aber er ist berühmt für sein Drohverhalten (thread display), was dafür gedacht ist, sogar grössere Feinde und Konkurrenten vom Näherkommen abzuhalten, um unnötige Kämpfe und dadurch mögliche Verletzungen zu vermeiden.

 

Drawings showing threatening and nonthreatening postures from front and side underlain with a line that is jagged and red on the left and gently curving and blue on the right
By Chris Huh (English Wikipedia user) – English Wikipedia, CC BY-SA 3.0, Link

Es funktioniert z.B. bei Hammerhaien und Muränen und sollte auch bei Tauchern wirken. Aber da eine solche Form von Kommunikation zwischen verschiedenen Arten für uns Menschen kompliziert ist (wir wissen, was ein Hund meint, wenn er knurrt und die Zähne fletscht, aber wir sprechen kein Haiisch), und der Graue Riffhai, wenn nötig, seinen Worten auch Taten folgen lässt, gibt es mehrere Berichte von Haiangriffen durch Graue Riffhaie (zum Glück nicht tödliche, da sie in der Lage sind, erhebliche Schäden zu verursachen, z.B. an Submersibles). Die IUCN betrachtet den Grauen Riffhai als potenziell gefährdet wegen seiner geringen Fortpflanzungsrate, seiner Standorttreue und der Zerstörung seines Lebensraumes, aber auch wegen des großen Fischereidruckes (für sein Fleisch und die Flossen). Am Great Barrier Korallenriff ging der Bestand um 97 Prozent zurück, in Fischerei- und Nicht-Fischereigebieten gleichermaßen, im Vergleich zu komplett geschützten (no-entry) Zonen, was darauf hinweist, dass Wilderei ein großes Problem ist.

Quellen: hier, hier und hier

Hai der Woche: Leopardenhai — 21. August 2017

Hai der Woche: Leopardenhai

Der Leopardenhai (Triakis semifasciata) ist ein wunderschöner Hai aus der Familie der Glatthaie (so genannt wegen ihrer wenigen Dentikeln) oder Marderhaie. Er lebt im nordöstlichen Pazifik in mehreren getrennten Populationen vor der Küste von Oregon bis Mexiko. Sie bevorzugen den Boden (sandig oder schlammig) in der Nähe von Felsen oder Kelpwäldern in 1 bis 90 m Tiefe.

View from above of two leopard sharks lying on the sand side-by-side
By nugunslinger from Lafayette, USofA – Leopard Sharks….NOT Tiger, CC BY 2.0, Link

Die weiblichen Leopardenhaie sind ovovipar und bringen nach einer Tragzeit von 12 Monaten 4 bis 29 lebende Junge zur Welt. Die 20 cm großen Jungen wachsen langsam, es dauert 10 Jahre, bis sie ausgewachsen sind. Männchen werden bis zu 2 m und Weibchen bis zu 1,80 m lang. Sie haben eine maximale Lebenserwartung von 30 Jahren.
Leopardenhaie bilden große Gruppen, auch zusammen mit anderen Haiarten. Sie suchen eher nach vergrabener Beute wie Krabben, Würmer und Muscheln als Fisch zu fressen. Da ihre Lebensräume oft von menschlichen Abwässern und Industrieabfällen bedroht werden, neigen sie dazu, Pestizide, PCBs und andere giftige Chemikalien in der Leber anzureichern.
Leopardenhaie werden als Gamefisch gefangen und kommerziell für ihr Fleisch gefischt. Sie sind oft in Aquarien zu sehen

Quellen: hier, hier und hier

Scientific American Blog Network: 30 Percent of Sharks, Rays and Related Species at Risk of Extinction | 30% der Haie, Rochen und verwandten Arten sind vom Aussterben bedroht — 16. August 2017