Wir wissen, dass eine Mutation oftmals ein Grund ist, nicht mehr normal zu funktionieren und zu sterben, aber manchmal kann es auch der Weg zur Entwicklung einer neuen, erfolgreichen Art sein. Um die Evolution bei der Arbeit zu sehen müssen wir uns nur den Weißnasenhai (Nasolamia velox) ansehen.

Schau, der Weißnasenhai unterscheidet sich von den anderen Requiemhaien in Bezug auf Schädel- und Nasenmerkmale so sehr, dass er seine eigene Gattung hat, aber alle anderen Eigenschaften sind so sehr wie die des Schwarznasenhaies, dass die Wissenschaftler anfingen zu spekulieren.

Da gibt es diese Mißbildung namens Zyklopie (benannt nach dem griechischen Mythos des Zyklopen, ein Riese mit einem Auge auf des Stirn), die durch genetische Mutationen (oder Giftstoffe während der Schwangerschaft) in Säugetieren und Menschen ausgelöst wird (Schaut Euch keine Bilder dazu an. Wirklich nicht. Schau stattdessen hier.). Nun, beginnende Zyklopie könnte alle Unterschiede erklären – also scheint es, als ob der Weißnasenhai sich aus dem Schwarznasenhai entwickelt hat, oder eher, Vorfahren des Weißnasenhaies mutierten aus Vorfahren des Schwarznasenhaies vor langer Zeit. Das muss passiert sein, bevor der Isthmus von Panama den Pazifik und Atlantik getrennt hat, weil nun der Schwarznasenhai nur den tropischen Westatlantik und der Weißnasenhai nur den tropischen Ostpazifik bewohnt (also ist es sogar auch ein Beispiel für Plattentektonik).

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Nasolamia velox by Mexfish.com – Mexfish.com, CC-BY-SA 4.0, Link

Wie andere Requiemhaie werden Weißnasenhaie durch kommerzielle und handwerkliche Fischereien für Fleisch und Flossen gefangen.

Quellen: hier, hier und hier

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