Viele verschiedene Haiarten werden (unter dem Namen Flake) für fish-and-chips in Australien genutzt: Hundshaie, verschiedene Arten von Wobbegongs, und auch der Australische Glatthai (Mustelus antarcticus), der auf Englisch auch Gummy shark heißt. Er ist benannt nach seinen gummi-artigen, knochenlosen Filets (haben nicht alle Haie keine Knochen?) auf Englisch und nach seinem Lebensraum vor Süd-Australien (in der Nähe der Antarktis) auf Deutsch und Latein.

Wie alle Haie der Familie Glatthaie (Triakidae), auch Marderhaie oder Hundshaie genannt, hat der Australische Glatthai eine glatte Haut mit winzigen Dentikeln und ist vivipar. Jedes der ein bis 57 Embryos (abhängig von der Grüße ihrer Mutter) verbringt die ein Jahr lange Tragzeit in seiner eigenen Abteilung in einem der zwei Uterusse seiner Mutter. Mit einer Länge von ungefähr 33 cm geboren, werden Weibchen mit 4 Jahren erwachsen und bis zu 185 cm groß, während Männchen mit 3 Jahren erwachsen werden und eine Maximallänge von 148 cm haben. Australische Glatthaie werden bis zu 16 Jahre alt.

In zwei genetisch unterschiedenen Unterbeständen lebend, ist der Australische Glatthai in den flachen Gewässern vor Süd-Australien reichlich vorhanden. Trotzdem sind auch für den Schutz dieser Haiart Regelungen zum Fischerei-Management wie Stellnetze mit einer Maschengröße um die 16 cm, um kleinere Haie (Heranwachsende) als auch größere Haie (große Weibchen) zu schützen, oder eine Einpack-Grenze für Freizeit-Fischer (siehe beim Gemeinen Teppichhai), und Schutzmaßnahmen wie Meeresschutz-Gebiete (MPAs) etabliert. Es scheint, als ob der Klimawandel und in der Folge wärmeres Wasser “möglicherweise einen Wechsel vom zweijährigen Fortpflanzungszyklus, wie er zur Zeit für Bass Strait typisch ist, zu einen einjährigen, der für die anderen Gebiete charakteristisch ist, auslöst (Walker 2007), was die Zahl der Jungen und damit die Produktivität des Bestandes und den Fischerei-Ertrag erhöhen könnte”. Das ist jedoch kein Grund zur Entwarnung.

Quellen: hier und hier

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