Nicht vom Namen irritieren lassen: der Gemeine oder Gefleckte Teppichhai (Orectolobus maculatus) ist natürlich nicht “gemein”, sondern nur “gewöhnlich”, und der große Bruder des Kleinen Gefleckten Wobbegongs von letzter Woche.

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Orectolobus maculatus CC BY-SA 3.0, Link

Der Gemeine Teppichhai ist ein bodenbewohnender Lauerjäger. Er lebt in relativ flachem Wasser (bis zu 218 m tief) und kann sogar in Wasser auftreten, das kaum tief genug ist, um ihn zu bedecken. Er wurde dabei beobachtet, wie er den Wall zwischen zwei Gezeitenbecken erklimmte und dabei den Rücken aus dem Wasser steckte. Aber er benutzt dabei nicht seine Flossen als Beine, wie es der Epaulettenhai tut.

Der Gemeine Teppichhai ist ovovivipar mit ungefähr 21 lebenden Jungen alle 3 Jahre. Wie die meisten Wobbegongs lebt er vor Australien. Er ist eine von zwei größeren Wobbegong-Arten und erreicht eine Länge von 3 m, was ihn zum Fischerei-Zielobjekt für sein Fleisch macht (kleinere Wobbegongs haben nicht genug Fleisch auf den nicht vorhandenen Rippen, um rentabel zu sein). Fischereidruck führte zu einer IUCN-Einstufung als potenziell gefährdet (und als gefährdet regional in New South Wales) bis 2015. Aber Schutzmaßnahmen wie Marineschutzgebiete (MPAs) und neue Befischungs-Richtlinien, sowohl für kommerzielle auch als Freizeit-Fischereien (z.B. dürfen Freizeitfischer überhaupt keine Wobbegongs mehr in New South Wales “einpacken”, und nur zwei Haie pro Person in Western Australia und einen Hai pro Person in Queensland), scheinen zu wirken und resultieren in einer Einstufung als nicht gefährdet. Glücklicherweise sind diese Richtlinien nicht mehr Art-spezifisch, weil es sehr schwer zu sein scheint, verschiedene Wobbegong-Arten zu unterscheiden (zumindest ohne Vergleichs-Exemplar oder Biologie-Abschluss):

In New South Wales, O. maculatus is often confused with O. halei, but differs from O. halei by having more (6-10 dermal lobes at the posterior preorbital group) and saddles containing whitish rings and blotches (unlike O. halei).

In Western Australia, O. maculatus was previously synonymised with O. parvimaculatus. Taxonomic revision of Western Australian species showed that O. maculatus differs from O. parvimaculatus by having have relatively smaller and less densely distributed ocelli and dorsal fins lacking dark markings (blackish marginal blotches present in O. parvimaculatus). The dorsal fins of O. maculatus are also smaller and less upright than those of O. parvimaculatus (Last and Chidlow 2008).
Records from Japan and the South China Sea are likely to be mis-identified O. japonicus or another undescribed species.

Quellen: hier und hier

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