Der Fakt, dass die meisten Haiarten keine Gefahr für den Menschen darstellen, muss so unglaublich sein, dass ein Hai, der anscheinend nicht daran interessiert ist, Menschen anzugreifen, so bemerkenswert ist dass er einen besonderen Namen verdient. Wie die Scheuhaie wurde der Nervöse Hai (Carcharhinus cautus) so benannt, weil er furchtsam gegenüber Menschen ist.

Verbreitet in flachen warmen Küstengewässern vor Australien, ist der Nervöse Hai eine kleine Art der Requiemhaie. Normalerweise 1,00 bis 1,30 m lang, ist er eng verwandt mit dem Schwarzspitzen-Riffhai, hat aber nicht so viele schwarze Flossenspitzen.

Wie andere Requiemhaie ist der Nervöse Hai ovovivipar. Nachdem 2 bis 6 Embryos ihren Dottervorrat aufgebraucht haben werden sie von der Mutter versorgt, indem der entleerete Dottersack zu einer Plazentaverbindung umgebaut wird. Die Tragzeit ist üblicherweise 10 Monate, und relative große Jungen werden jährlich oder alle zwei Jahre in seichten Kinderstuben zur Welt gebracht. Die Jungen sind bei der Geburt 35 bis 40 cm lang und wachsen schnell. Sie werden mit ungefähr 4 Jahren (Männchen) und 6 Jahren (Weibchen) erwachsen.

Nervöse Haie ernähren sich von Fisch, Krustentieren und Weichtieren, es wurde aber beobachtet dass sie auch Schlangen, die teilweise im Wasser leben, zu sich nehmen. Sie werden nicht vorsätzlich gefangen, sind jedoch als Beifang bei der Garnelen-Schleppnetzfischerei und bei küstennahen Treibnetz- und Schnurfischereien in Gefahr.

Quellen: hier und hier

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