Wusstest Du, dass es Haie gibt, die hoch aus dem Wasser springen? Einer von ihnen macht zusätzlich ziemlich beeindruckende Kreiselbewegungen (wie eine Spindel) – daher sein Name: Spinnerhai (Carcharhinus brevipinna).

Der Spinnerhai oder Langnasenhai ist ein 2 m großer Requiemhai und sieht aus wie sein Verwandter, der Kleiner Schwarzspitzenhai (deshalb heißt er auch Großer Schwarzspitzenhai), aber er hat auch eine schwarze Spitze auf der Anal-Flosse. Er ist überall auf der Welt in warmen oder tropischen Gewässern verbreitet, mag es als Erwachsener nahe der Küste und hat Kinderstuben an der Küste.

Der Körper des Spinnerhais ist dicht mit diamantförmigen Dentikeln mit sieben (seltener fünf) flachen Rillen besetzt, die es ihm ermöglichen, gewandt und schnell zu schwimmen und hoch zu springen und sich schnell zu drehen. Er ernährt sich, indem er schnell durch Schwärme von kleinen Fischen schwimmt und sich dabei dreht und springt und in jede Richtung schnappt um Beute zu fangen. Der Schwung am Ende dieser Kreiselbewegungen trägt ihn oft in die Luft, wodurch die spektakulären Drehsprünge verursacht werden.

Der weibliche Spinnerhai ist ovovivipar – jede Gebärmutter ist in separate Teile eingeteilt für jedes der 3 bis 20 Embryonen. Die Embryonen werden zunächst von einem Dottersack ernährt. Später entwickelt sich der leere Dottersack zu einer Plazenta-Verbindung, durch die die Mutter für die restliche Schwangerschaft für Nahrung sorgt. Die Art hat das kleinste Ei (im Vergleich zum voll entwickelten Embryo) von allen bekannten ovoviviparen Haiarten. Weibliche Spinnerhaie werden mit 12 bis 14 Jahren erwachsen und bringen jedes zweite Jahr nach einer Schwangerschaft von 11 bis 15 Monate Junge zur Welt.

Der Spinnerhai ist wegen seiner schmalen engen Zähne nicht gefährlich für Menschen, wird aber aufgeregt im Beisein von Nahrung und kann dann gelegentlich beißen. Spinnerhaie werden gezielt beim kommerziellen Fischfang für ihr Fleisch, Leberöl, Flossen und Haut und durch Freizeitangler gefangen. Sei sind weltweit potenziell gefährdet und gefährdet im Nordwest-Atlantik.

Quellen: hier, hier und hier

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