Gute Nachrichten! Plastikverbote in der ganzen Welt kamen in letzter Zeit in die Schlagzeilen. Von der USA bis zu Indien und Marokko nehmen sich Regierungen des Problems der Plastikmüll-Verschmutzung an und beschließen komplette Verbote von Plastik oder von bestimmten Sorten wie Polystyrol.

Quelle: 6 amazing plastic bans from around the world

In Europa versuchen wir auch, Plastikmüll zu reduzieren, um die Meere vor Vermüllung zu schützen. Insbesondere die bunten Kunststoff-Einkaufsbeutel, die einem die Kassierer kostenlos hinterher werfen. Jeder Europäer nutzt 200 davon pro Jahr, die meisten nur einmal. Aber weil die EU es ihren Mitgliedern überlässt, wie sie es tun, greift Deutschland auf seine Standardmethoden zurück: freiwillige Selbstverpflichtung der Firmen (das heißt sie machen ein unverbindliches Versprechen, um ein Gesetz zu verhindern) und Geld. Anstatt diese Beutel zu verbieten, kann der Kunde sie weiter nutzen, muss sie aber in manchen Läden erstmal kaufen. Viele Märkte bieten auch textile Einkaufsbeutel an, aber die sind teurer. Was wird wohl passieren?

Ich befürchte, es wird enden wie mit den Plastikflaschen: Anstatt Einweg-Flaschen zu verbieten hat Deutschland einen Pfand auf sie gelegt, genau wie auf die Mehrwegflaschen. Und was passierte? Die Mehrweg-Quote sank, natürlich. Viele Kunden unterscheiden nicht zwischen den beiden und kaufen lieber die leichte Einwegflasche als die schwerere Mehrwegflasche, wo doch sowieso alles das gleiche ist.

Mach den Schwur und nutze keine Kunststoff-Einkaufsbeutel mehr – mit der Zeit geht es in Fleisch und Blut über, seinen eigenen Beutel mitzunehmen (auch wenn man den Kassierer in seiner Routine unterbrechen muss um zu verhindern, einen weiteren Beutel zu bekommen). Und sei stolz auf jeden Wegwerf-Beutel, den Du nicht genutzt hast.

Jeder Schritt zählt.

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