Wusstest Du, dass Haie in der Lage sind, sich asexuell fortzupflanzen? Genetische Tests zeigten, dass der Embryo nicht durch das Speichern von Sperma durch den isolierten weiblichen Hai entstand (wofür viele bekannt sind), sondern durch echte Parthenogenese (Jungfernzeugung). Einer von ihnen war ein Kleiner Schwarzspitzenhai (ein anderer ein Zebrahai).

Kleiner Schwarzspitzenhai (Carcharhinus limbatus)
Kleiner Schwarzspitzenhai, Bild von Albert Kok

Kleine Schwarzspitzenhaie (Carcharhinus limbatus) leben in tropischen und subtropischen Küstengewässern überall auf der Welt, sogar in Mündungen. Sie sind schnell und jagen hauptsächlich Fisch, sind aber auch bekannt dafür, Fischerbooten zu folgen und deren Beifang zu fressen, wenn er über Bord geworfen wird. Um ihre Augen vor zappelnder Beute zu schützen haben sie eine vollständige Nickhaut.

Jedes zweite Jahr kehren weibliche Kleine Schwarzspitzenhaie zu ihren eigenen Kinderstuben zurück, um vier bis sieben Junge zur Welt zu bringen. Während der ein Jahr dauernden Schwangerschaft lebt jeder Embryo in seinem eigenen Abschnitt (der zwei Gebärmütter) und wird zuerst durch einen Dottersack und später durch eine Plazenta-Verbindung ernährt. Wegen Fressfeinden und Hunger ist die Sterberate von jungen Kleinen Schwarzspitzenhaien hoch (bis zu 90%).

Kleinen Schwarzspitzenhaie sind bis zu 2,80 m lang und eher scheu – außer wenn sie gefangen werden oder in der Nähe von Futter sind. Sie sind für 16% der Haiangriffe rund um Florida verantwortlich (die jedoch meistens in nur kleinen Wunden resultieren). Sie werden in großer Zahl durch kommerzielle Fischereien für ihr Fleisch, Haut, Öl und Flossen eingefangen, und noch mehr durch Sportangler (zumindest in den USA). All das führte dazu, dass der Kleinen Schwarzspitzenhai als potenziell gefährdet eingestuft werden musste.

Quellen: hierhier und hier

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