Wusstest Du, dass es einen Krokodilshai gibt? Trotz seines Namens (wegen seiner Zähne) ist es ein kleiner Hai (nur 1 m lang), der nicht als gefährlich für den Menschen angesehen wird – außer wenn er gefangen wird (er kämpft heftig und schnappt stark zu) oder in den Nähe von Tiefsee-Kommunikationsleitungen (die schon erwähnten AT&T Leitungen wurden mehrfach von ihren Bissen beschädigt).

Pseudocarcharias kamoharai.jpg
By NOAA Observer Program, Public Domain

Was seltsam ist, weil der Krokodilshai nicht am Grund des Meeres lebt (wo die Leitungen verlegt wurden), sondern zwischen der Oberfläche und einer Tiefe von 590 m in tropischen Gewässern überall auf der Welt zu finden ist. Er hat eine sehr große Ölleber (bis zu 20% seines Gesamtgewichts), die fast neutralen Auftrieb liefert und ihm ermöglicht zu schweben, um Energie beim Warten auf Beute zu sparen. Dann muss er schnell schwimmen, um aktiv kleine Knochenfische, Tintenfische und Krustentiere zu fangen; er sprang sogar mal aus dem Wasser bei der Verfolgung von Ködern. Der Krokodilshai könnte ein vertikaler Wanderfisch sein, der nachts bis nahe der Oberfläche aufsteigt und vor der Dämmerung wieder in die Tiefe zurückkehrt. Er hat sehr große Augen, die mit einer reflektierenden grünen oder gelben Netzhaut ausgestattet sind und keine Nickhaut (schützendes drittes Augenlid) und kein Pupillenspiel besitzen, was nahelegt dass er, trotz der dunklen Umgebung, ein optischer Jäger ist.

Männliche Krokodilshaie sind mit ungefähr 74 cm Länge und weibliche mit 89 cm Länge erwachsen.Sie sind ovovivipar, wobei üblicherweise vier 40 cm lange Jungen pro Wurf geboren werden, zwei pro Uterus. Die Embryos sind oophag, was bedeutet, dass sie sich erst von ihrem Dottersack und später von unbefruchteten Eiern ernähren, die die Mutter extra dafür ausstößt. Sie füllen auch ihren Dottersack wieder auf, der ein Viertel des Gesamtgewichts des Embryos ausmachen kann.

Wegen ihrer kleinen Grüße sind Krokodilshaie kommerziell uninteressant (eventuell zukünftig für das Squalen in ihrer großen Leber). Jedoch werden jetzt schon in beträchtlicher Zahl als Beifang gefangen, was dazu führte, dass die IUCN sie als potenziell gefährdet einstuft.

Quellen: hier und hier

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