Wusstest Du, dass der Grönlandhai, der früher ausschließlich in Arktischen Gewässern lebend vermutet wurde, so weit südlich wie am Golf von Mexiko gefunden wurde?

Jedoch ein Video, dass den Grönlandhai vor der Küste Brasiliens zeigt, zeigt höchstwahrscheinlich seinen nächsten Verwandten, den Pazifischen Schlafhai. Genauso wie er nutzt der Grönlandhai Trimethylamin N-oxid (TMAO) als natürliches Frostschutzmittel und um der Eiweiß-destabilisierenden Wirkung des (Tiefsee-) Druckes entgegenzuwirken. Dies macht es möglich, sich an eisige Wassertemperaturen von 4 °C und niedriger anzupassen, wie in Arktischen Gewässern, aber auch in der Tiefsee überall auf der Welt. Und es verursacht giftiges Hai-Fleisch, was aber die Isländer nicht davon abhält, verwestes Grönlandhai-Fleisch als Nationalgericht zu betrachten.

Grönlandhaie werden mit einer Länge von ca. 90 cm geboren und wachsen nur 0,56 cm pro Jahr (durch Tagging bewiesen), was bedeutet, dass 6 m lange Exemplare mehrere Jahrhunderte alt sein können.

Der normalerweise schwerfällige Grönlandhai, zusätzlich mit einem Parasiten in seinen Augäpfeln geplagt, der ihn nahezu blind macht, ist in der Lage, sich von Robben, Eisbären, Karibus sowie Fisch,Tang, Quallen und Tintenfischen zu ernähren (basierend auf Mageninhalten). Man könnte vermuten, dass er nur ein Aasfresser ist – wären da nicht Augenzeugenberichte über Grönlandhaie, die aus dem Küstenwasser explodieren und Karibus ins Wasser zurückzerren. Sie scheinen sich auch an schlafende Robben anzuschleichen.

Quellen: hierhier und hier

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