Wusstest Du, dass es Haie gibt, die wie Rochen aussehen? Einer davon ist der Meerengel (oder Gemeiner Engelhai).

Photo of an angelshark swimming just above the bottom
Squatina squatina tenerife2” by Philippe Guillaumeet moi. Licensed under CC BY 2.0 via Commons.

Auf sandigen Ebenen des  Nordostatlantiks bis zu einer Tiefe von 150m lebend, haben Engelhaie wenig Verstecke. Deshalb sind sie gut daran angepasst, sich zu tarnen, und liegen bewegungslos auf dem Boden, typischerweise teilweise im Sand vergraben. Bisweilen warten diese Lauerjäger auf diese Art und Weise wochenlang, manchmal gehen sie auch nachts schwimmen, um Jagd auf Beute zu machen. Sie werden bis zu 2,4m lang und vermehren sich ovovivipar. Das bedeutet, dass Embryos sich innerhalb von Eiern entwickeln, die aber im Körper der Mutter verbleiben bis sie bereit zum Schlüpfen sind. Es gibt keine Verbindung zur Plazenta und die Jungen ernähren sich von Dotter. 7 bis 25 Junge werden jedes zweite Jahr geboren.

Der Meerengel ist generell gegenüber Menschen nicht aggressiv, kann aber schlimm beißen, wenn er gestört wird. Durch Grundschleppnetzfischerei und Boden-Longlining ist der einst reichlich vorhandene Gemeine Engelhai nun in der Nordsee und im Großteil des nördlichen Mittelmeeres ausgestorben und überall sonst vom Aussterben bedroht. Ihr Fleisch wird unter dem Namen “Monkfisch” als Delikatesse angesehen.

Quelle

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