Wie hier erwähnt, verursachen Kosmetika, Kleidung und Plastikmüll tonnenweise gefährliche winzige Plastikteilchen in unseren Gewässern.

Was kann man tun?

  1.  Kosmetik: Zuerst wollte ich vorschlagen, selbstgemachte Peelings wie grobes Salz, gemixt mit Mandelöl, zu benutzen –  aber die  Folgen von Fett in der Kanalisation verbieten das. Mein einziger Vorschlag: achte auf die Bestandteile von Gesichtspeelings, Zahnpasta und Duschgel. Wenn dort ein “PE”, “PP”, oder “PMMA” in der Liste auftaucht, kauf es nicht. Es muss auch andere Kosmetika geben (vielleicht Bio-Produkte), die stattdessen natürliche Bestandteile wie gemahlene Aprikosenkerne, zerkleinerte Walnuss-Schalen oder getrocknete Kokosnuss (wurde schon vor Ende 1990 benutzt) enthalten oder auch gar nichts zum Abschleifen (warum Zahnpasta mit Mikroperlen benutzen?).
  2. Kleidung: Die harte Lösung wäre, nur Kleidung ohne Kunstfaser zu verwenden. Ein kleiner Schritt (und weniger teuer) wäre, auf die Faser zu achten, wenn man sowieso neue Kleidung kaufen muss, und ansonsten die Kleidung länger zu nutzen (oder Second Hand zu kaufen). Ich habe die Hoffnung, dass gebrauchte Kleidung weniger Mikroplastik beim Waschen verliert. Vielleicht gibt es eines Tages Waschmaschinen, die in der Lage sind Mikroplastik aus dem Abwasser herauszufiltern.
  3. Plastikmüll: Über das Einsparen von Plastikmüll habe ich schon hier und hier geschrieben. Als Zusatz: nutze Recycling-Systeme (nimm Deinen Müll wieder mit wenn nichts vorhanden ist) und stelle sicher, dass der Recycling-Behälter nicht weggeweht werden kann.

Jeder kleine Schritt zählt.

EDIT: Wenn in der Zutatenliste keine Abkürzungen stehen, polyethylene, polypropylene, polyethylene terephthalate, acrylics oder nylon sind Namen von Kunststoffen, die als Mikroperlen genutzt werden (die Listen sind meist auf Englisch), manchmal auch zusätzlich zu den beworbenen gemahlenen Aprikosenkernen.

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